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Essen
Aktien der RWE-Tochter Innogy kosten 32 bis 36 Euro

Essen. RWE treibt den Börsengang seiner Ökostrom-Tochter Innogy voran. Gestern haben Vorstände und Aufsichtsräte beider Unternehmen die Preisspanne für die Ausgabe neuer Innogy-Aktien festgelegt: Danach soll sie zum Preis zwischen 32 und 36 Euro auf den Markt kommen, wie RWE mitteilte. Die Ausgabe erfolgt über eine Kapitalerhöhung, so dass die eingesammelten Gelder der Innogy etwa für Investitionen zufließen. Insgesamt sollen gut 55 Millionen neue Innogy-Aktien angeboten werden. Der Börsengang soll im vierten Quartal abgeschlossen sein.

RWE hat in die Tochter das zukunftsträchtige Ökostrom- und das stabile Netzgeschät sowie den lukrativen Vertrieb mit Endkunden ausgelagert. Die Innogy geht als Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) an den Start, das mindert den Einfluss der deutschen Gewerkschaften gegenüber einer AG. Die Innogy wird 40.000 der 60.000 Mitarbeiter des RWE-Konzerns beschäftigen. 2015 machte sie rechnerisch einen Gewinn (Ebitda) von 4,5 Milliarden Euro.

RWE verbleiben dagegen die Problemgeschäfte Tagebaue, Kohle- und Atomkraftwerke. Damit dem Mutterkonzern auch selbst Geld zufließt, will er Aktien aus dem Bestand einer Tochter (RWE Downstream Beteiligungs GmbH) abgeben. Das Gesamtvolumen der Platzierung liegt bei bis zu fünf Milliarden Euro. Vorab haben institutionelle Investoren sich ein Volumen von 940 Millionen Euro gesichert.

RWE benötigt Mittel, um die Forderungen des Staates beim Atomausstieg bedienen zu können. Der Staat will den Atomkonzernen die Verantwortung für das Endlager abnehmen, wenn sie ihm die dafür ihre Milliarden-Rückstellungen überweisen. Der Essener Konzern dringt bereits auf Ratenzahlung und andere Erleichterungen, um die Lasten stemmen zu können.

(anh)
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