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Frankfurt
Aktionäre stimmen für die Fusion von DZ und WGZ Bank

Frankfurt. Dem Zusammenschluss der genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ und WGZ zur neuen Zentralbank für gut 1000 Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland steht nichts mehr im Wege. Die Anteilseigner der DZ Bank stimmten bei der Hauptversammlung mit 99,99 Prozent für die Fusion, wie das Institut mitteilte. Am Vortag hatten die Aktionäre der deutlich kleineren Düsseldorfer WGZ ebenfalls fast einstimmig für das Vorhaben votiert. Damit ist der Weg frei für die größte Bankenfusion in Deutschland seit der Komplettübernahme der Postbank durch die Deutsche Bank 2011.

Nach mehreren erfolglosen Fusionsversuchen in den vergangenen Jahren soll das neue Zentralinstitut unter dem Namen "DZ Bank. Die Initiativbank" am 1. August an den Start gehen. Gemessen an der Bilanzsumme von knapp 500 Milliarden Euro, entsteht das drittgrößte Institut in Deutschland nach Deutscher Bank und Commerzbank. Das Bundeskartellamt hat bereits grünes Licht gegeben.

Angestrebt ist, die Integration bis Ende 2018 abzuschließen. Die Partner erwarten nach früheren Angaben durch die Fusion, die einmalig etwa 250 Millionen Euro Kosten verursacht, ab 2020 ein jährliches Einspar- und Ertragspotenzial von rund 100 Millionen bis 175 Millionen Euro. Den überwiegenden Teil davon will das Management des Unternehmens durch Personalabbau realisieren. Nach bisheriger Planung sollen in dem fusionierten Unternehmen etwa 700 Vollzeitstellen wegfallen. Derzeit haben die beiden Genossenschaftsbanken zusammen nach jüngsten Angaben etwa 5600 Stellen.

(dpa)
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