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Hamburg
Aktionärsschützer beantragen bei VW Sonderprüfung

Hamburg. Anteilseigner von Volkswagen rüsten sich für die Aufarbeitung des Abgasskandals auf der Hauptversammlung des Wolfsburger Konzerns. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) kündigte an, sie wolle einen unabhängigen Sonderprüfer einsetzen lassen. Über einen entsprechenden Antrag sollen die Aktionäre auf ihrer Versammlung am 22. Juni in Hannover abstimmen. "Es geht darum, den gesamten Komplex rund um die manipulierte Software bei Diesel-PKWs von einem externen Prüfer unter die Lupe nehmen zu lassen", sagte DSW-Präsident Ulrich Hocker.

VW äußerte sich nicht dazu. Die DSW will prüfen lassen, ob die von VW gebildeten Rückstellungen für Strafzahlungen oder zivilrechtliche Ansprüche ausreichend sind. Die DSW will zudem klären lassen, ob die Kontrollmechanismen von VW nun so justiert sind, dass sich solch ein Skandal nicht wiederholen kann. Der Aufsichtsrat empfiehlt den Aktionären trotz der laufenden Ermittlungen im Dieselskandal, der Führungsspitze das Vertrauen auszusprechen.

(rtr)
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