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Brüssel
Tsipras: Grexit würde Italien und Spanien mitreißen

Yanis Varoufakis zu Gast in Berlin
Brüssel. Auch kurz vor dem für heute geplanten Spitzentreffen in Brüssel ringen Griechenland und seine Gläubiger weiter um eine Lösung im Schuldenstreit. Die gestern gemachten griechischen Reformvorschläge reichten nicht aus, sagten EU-Vertreter. Die drohende Staatspleite (Grexit) drückte den Dax erstmals seit Februar unter die Marke von 11 000 Punkten.

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras warnte die Geldgeber vor einem Zusammenbruch der Währungsunion: Sollte Griechenland die Eurozone verlassen müssen, könnten Spanien oder Italien dieses Schicksal teilen. In der Folge könnte dies zum Zusammenbruch der Währungsunion führen, sagte Tsipras im Interview mit der italienischen Zeitung "Corriere della Sera". Dies wäre der Anfang vom Ende der Eurozone.

Heute wollen Tsipras, Merkel und Hollande in Brüssel versuchen, einen Kompromiss zu finden. Die Geldgeber wollen die nächsten Hilfsmilliarden nur freigeben, wenn Athen Reformen auf den Weg bringt. Tsipras betonte aber, eine Einigung sei nur möglich, wenn die Gläubiger ihre Forderungen nach Rentenkürzungen fallen ließen.

(dpa/rtr)
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