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Mein Erstes Geld
Als Balljunge auf dem Tennisplatz

Mit 13 Jahren verdiente ich mein erstes eigenes Geld in meinem Heimatort Stuttgart; damals bekam ich eine Mark Taschengeld pro Woche. Eines meiner großen Hobbys war Tennis, und ich konnte glücklicherweise als Balljunge jobben. Für eine Stunde auf dem Platz bekam ich 80 Groschen. Besonders bei Verbandsspielen waren Balljungen sehr gefragt. Generell war Tennis damals noch eine exklusive Sportart, bei der sich die meisten Spieler Balljungen leisten konnten. Aus diesem kleinen Verdienst zog ich begehrten Doppelnutzen: Ich lernte wie nebenbei mein geliebtes Tennis und konnte mir mit dem Ersparten die teure Ausrüstung kaufen.

Viele Jahre später verdiente ich Geld als Student der Theaterwissenschaften in Wien. Die Lektorate, die ich für den ORF und einen Theaterverlag erledigte, waren der willkommen-notwendige Hinzuverdienst fürs teure Kulturleben in Wien. Im Monat kam ich so auf 1500 D-Mark. Und wieder war der Nebeneffekt groß und meinem Berufseinstieg förderlich. Drei Jahre später war ich Theaterverlags-Direktor in Wien, bevor mich Intendant Karl-Heinz Stroux nach Düsseldorf ans Schauspielhaus holte.

Günther Beelitz

Quelle: RP
 
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