Markenrechtsstreit: Apple gegen Apple vor Gericht
zuletzt aktualisiert: 29.03.2006 - 14:13London (rpo). Apple gegen Apple, so könnte man den Prozess überschreiben, der derzeit in London stattfindet. Dort zanken sich zwei prominente Äpfel vor Gericht. Apple Corps, die Plattenfirma der legendären Beatles, hat gegen den amerikanischen Computerhersteller Apple geklagt. Es geht um einen Verstoß gegen eine Abmachung aus dem Jahr 1991 zur Regelung der beiderseitigen Markenrechte.
In dem am Mittwoch begonnenen Prozess strebt die Plattenfirma eine einstweilige Verfügung und Schadensersatz an. Beide Firmen vereinbarten vor 15 Jahren, sich in ihren jeweiligen Geschäften nicht auf die Füße zu treten und die beiden Marken in unterschiedlichen Branchen zu führen. Die 1968 von den Beatles gegründete Plattenfirma wirft dem Computerunternehmen nun aber vor, mit seinem Internet-Musikportal iTunes ins Musikgeschäft eingestiegen zu sein.
Der Apple-Corps-Anwalt Geoffrey Vos wies das Argument der Gegenseite zurück, dass es sich bei iTunes lediglich um ein elektronisches Hilfsmittel handle. Schließlich habe selbst Apple-Chef Steve Jobs erklärt, dass der Download von Musik aus dem Internet dasselbe sei wie früher der Kauf einer Schallplatte.
Apple Corp ist heute im Besitz von Paul McCartney, Ringo Starr, Yoko Ono und den Erben von George Harrison. Der acht Jahre später gegründete Computerhersteller erklärte zu dem Rechtsstreit, es sei bedauerlich, dass es inzwischen unterschiedliche Auffassungen zu der Übereinkunft von 1991 gebe. Daher müsse das Gericht nun eine Klärung herbeiführen.
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