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Kopenhagen
Apple verklagt Dänen wegen Streit um defektes iPhone

Kopenhagen. Apple sorgt in Dänemark mit einem Prozess gegen einen Bürger für Aufsehen. David Lysgaard wurde von dem IT-Unternehmen verklagt, nachdem es Streit um Apples Umtauschpraktiken gab. 2011 hatte der Däne ein iPhone 4 gekauft, das allerdings innerhalb der Garantiezeit kaputtging. Bei dem Defekt handelte es sich um einen Werkfehler. Apple teilte dem Dänen mit, dass das Gerät nicht repariert werden könne. Stattdessen werde er, nach Apples gängiger Praxis, ein renoviertes Ersatzhandy mit gebrauchten Komponenten erhalten.

Lysgaard weigerte sich. Denn laut dänischem Konsumentenrecht steht ihm ein völlig neues iPhone zu oder die Erstattung des Kaufpreises. Für solche Streitfälle ist in Dänemark die Verbraucherklagebehörde zuständig, die ihm Recht gab. Diese Entscheidung ist rechtlich bindend, wenn keine der Parteien den Streit vor Gericht bringt - was Apple tat. Verbraucherschützer gehen davon aus, dass der US-Konzern einen kostspieligen Präzedenzfall verhindern will. Ein Urteil wird voraussichtlich am 9. Dezember verkündet.

(anw)
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