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Supermarktkette
Auch Markant zieht Klage im Fall Kaiser's zurück

Supermarktkette: Auch Markant zieht Klage im Fall Kaiser's zurück
FOTO: RPD_CenterTV
Mülheim. Die Supermarktkette Markant will ihre Klage gegen die Ministererlaubnis zum Verkauf von Kaiser's Tengelmann zurücknehmen. Damit bliebe nur noch Rewe als Kläger.

Tengelmann-Eigentümer Karl-Erivan Haub hat im Kampf um die Zukunft von Kaiser's Tengelmann einen weiteren Fortschritt erzielt. Nach der Discount-Kette Norma habe sich auch die Kette Markant zur Rücknahme der Klage gegen die Ministererlaubnis für einen Verkauf der Supermärkte an Edeka bereiterklärt, teilte Haub am Sonntagabend mit. "Damit haben zwei der drei Beschwerdeführer innerhalb der letzten vier Tage den Weg frei gemacht zur Rettung der 16.000 Arbeitsplätze bei Kaiser's Tengelmann", sagte der Unternehmer. Über die Details ihrer Vereinbarung haben Tengelmann und Markant Stillschweigen vereinbart.

Vollzogen werden kann die Übernahme aber weiterhin nicht, solange der Edeka-Rivale Rewe als dritter Kläger an seiner Beschwerde gegen die Ministererlaubnis festhält. Die Hürden für eine Einigung mit Rewe bleiben hoch. Während Haub eine Gesamtübernahme aller Filialen durch Edeka präferiert und diesen Weg erst vor einer Woche als einzige Chance zum Erhalt aller Arbeitsplätze bezeichnete, erteilte Rewe-Chef Alain Caparros vor wenigen Tagen einer solchen Lösung eine Absage. Der Kölner Manager sagte, er werde die Klage nur zurückzuziehen, wenn sein Unternehmen einen großen Teil des Filialnetzes von Kaiser's Tengelmann bekomme. Mit Geldzahlungen sei dieses Problem nicht zu lösen. Ein Vollzug der Ministererlaubnis würde allen Beschäftigten von Kaiser's Tengelmann eine fünfjährige Arbeitsplatzgarantie bescheren.

(dpa)
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