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Hamburg
Auch Opel Astra und Smart haben erhöhte Abgaswerte

Hamburg. Bei Nachprüfungen von Auto-Abgasen wegen des VW-Skandals hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bei einem Smart- und einem Opel-Modell Werte über den zulässigen Grenzen festgestellt. Dies geht aus einer Liste hervor, die die Umweltschutzorganisation Greenpeace vom KBA bekam.

Demnach lagen die Stickoxid-Werte bei den getesteten Fahrzeugen deutlich über dem zulässigen Grenzwert. Der Smart Fortwo 0.8l habe die Euro-5-Norm um rund acht Prozent und der Opel Astra 2.0l um rund vier Prozent überschritten, teilte Greenpeace gestern mit.

Die Flensburger Behörde bestätigte die Daten, betonte aber, dass es noch kein abschließendes Ergebnis gebe. Es gehe hier um "Eingangsmessungen" der Autos vor dem eigentlichen Testbeginn. Man habe so ermitteln wollen, ob die Wagen "in einem technisch einwandfreien Zustand" waren.

Das KBA hatte im Herbst nachträgliche Tests an mehr als 50 unterschiedlichen Automodellen deutscher und ausländischer Hersteller gestartet. Damit soll untersucht werden, ob nach dem Beginn der Affäre um geschönte Stickoxid-Emissionsdaten bei Dieseln aus dem VW-Konzern womöglich auch andere Fahrzeuge mit höherem Abgasausstoß unterwegs sind. Die KBA-Daten waren lange erwartet worden, es gab Kritik am Vorgehen des Amts.

Opel wollte sich zu der Liste des KBA nicht näher äußern. "Bislang haben wir keine Kenntnis über die angesprochenen Testergebnisse", sagte ein Sprecher. Auch die Smart-Mutter Daimler hielt sich zu den Messwerten bedeckt. "Der Abschlussbericht liegt uns und den anderen Herstellern noch nicht vor", erklärte eine Sprecherin. "Die Fragen, die uns das KBA vor dem Test gestellt hat, sind aber zur Zufriedenheit beantwortet worden."

(dpa/rtr)
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