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München
Ausgaben für Flüchtlinge treiben Wirtschaftswachstum

München. Die deutsche Wirtschaft lässt sich ihre Zuversicht trotz der vielen Krisen nicht nehmen. "Sie zeigt sich von der zunehmenden weltweiten Unsicherheit unbeeindruckt", sagte Hans-Werner Sinn, Chef des Ifo-Instituts. Im November stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex überraschend stark. Die Firmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen für die nächsten sechs Monate besser als zuvor. "Nicht mal die Anschläge von Paris machen sich negativ bemerkbar", so Sinn.

Die starke Konsumnachfrage von Staat und Haushalten sorgte auch dafür, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt vom zweiten auf das dritte Quartal 2015 um 0,3 Prozent wuchs, wie das Statistische Bundesamt erklärte. Hier schlügen sich bereits die Mehrausgaben für Flüchtlinge nieder, meinte BayernLB-Ökonom Stefan Kipar. Einen solchen Anstieg beim staatlichen Konsum habe es zuletzt 2009 gegeben. Damals hatte der Staat die Wirtschaft mit der Abwrackprämie für Autos angekurbelt.

(dpa)
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