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Frankfurt
Bafin prüft Banken auf Abwehrsysteme gegen Geldwäsche

Frankfurt. Die Finanzaufsicht Bafin prüft nach der Affäre um Briefkasten-Firmen in Panama die Abwehrsysteme der Banken gegen Geldwäsche. "Wir klären derzeit die Fakten und haben zunächst eine Abfrage bei 13 Instituten gestartet, die im Zusammenhang mit den Panama-Papieren genannt worden sind", sagte Bafin-Präsident Felix Hufeld dem "Handelsblatt". Sollte die Behörde Defizite aufdecken, werde sie "Konsequenzen ziehen". Genannt wurden in den Papieren unter anderem die Deutsche Bank, die Privatbank Berenberg und die BayernLB. Die Institute haben erklärt, nicht gegen Regeln oder Gesetze verstoßen zu haben.

In Panama seien in steuerlichen Fragen "sehr wahrscheinlich weitreichend unschöne Dinge passiert", sagte Hufeld. Die Bafin gehe vor allem der Frage nach, ob die Banken gegen Vorschriften zur Geldwäscheprävention verstoßen hätten. In der Vergangenheit habe die Behörde in diesem Bereich bereits Nachbesserungen angemahnt und Geldbußen verhängt, sagte Hufeld der Zeitung.

(rtr)
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