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Düsseldorf
Bahn lehnt Tarifforderung der Lokführer ab

Düsseldorf. Der Tarifstreit bei der Deutschen Bahn gewinnt an Schärfe. Der Konzern wies nach der zweiten Verhandlungsrunde den Forderungskatalog der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zurück. Eine Umsetzung entspreche der Einführung einer Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich, sagte Personalvorstand Ulrich Weber. Die DB sei dann nicht mehr in der Lage, die Kundennachfrage am Wochenende zu bedienen. Insgesamt beliefen sich die 25 Einzelforderungen der GDL auf ein Gesamtvolumen von 26 Prozent. Das sei nicht finanzierbar, so Weber.

Mit Blick auf die geforderte Arbeitszeitreduzierung schlug Weber "Arbeitszeit-Initiativen für belastete Mitarbeiter in bestimmten Regionen" vor.

Die GDL lehnte das postwendend ab. "Wir werden uns nicht mit ominösen Projekten ruhigstellen lassen", sagte Gewerkschafts-Chef Claus Weselsky. Er forderte erneut unter anderem zwei zusammenhängende freie Tage pro Woche für seine Mitglieder und größere Mindestabstände zwischen Schichtfolgen. Zudem steht noch die Lohnforderung von sechs Prozent im Raum. Weiter verhandelt wird am 11. November.

(maxi)
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