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Frankfurt
Banken nehmen Bonitätsanleihen aus ihrem Angebot

Frankfurt. Als Reaktion auf die Verbotspläne der Finanzaufsicht Bafin für Bonitätsanleihen haben führende Banken ihr Neugeschäft mit solchen Papieren vorerst eingestellt. So legen die Marktführer Dekabank und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) keine neuen Papiere mehr auf, wie die beiden Geldinstitute mitteilten. Auch die Hypovereinsbank und die DZ Bank haben das Neugeschäft gestoppt. Mit Bonitätsanleihen können Anleger auf die Kreditwürdigkeit von Unternehmen wetten. Insgesamt haben Geldhäuser hierzulande laut Zahlen des Deutschen Derivate Verbands (DDV) Papiere im Volumen von 6,3 Milliarden Euro an Privatanleger herausgegeben.

Die vier genannten Banken haben zusammen einen Marktanteil von gut 94 Prozent. Die Bafin hatte Ende Juli erklärt, den Verkauf von Bonitätsanleihen an Privatanleger verbieten zu wollen und den Banken eine gestern ausgelaufene Frist für Stellungnahmen eingeräumt. Sie wolle nach deren Auswertung entscheiden, "ob und wie das geplante Produktverbot erlassen wird", sagte ein Sprecher.

(dpa)
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