| 13.47 Uhr

London
Barclays Bank will offenbar 30 000 Stellen streichen

Das Wörterbuch zur Finanzkrise
Das Wörterbuch zur Finanzkrise FOTO: AFP
London. Die schwächelnde britische Großbank Barclays steht vor einem massiven Stellenabbau. Das Institut könnte in den nächsten beiden Jahren mehr als 30 000 Arbeitsplätze streichen, schreibt die "Times" unter Berufung auf Quellen im Geldhaus. Ein Insider bestätigte der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass jede vierte Stelle wegfallen könnte. Ende 2014 beschäftigte Barclays noch rund 132 000 Mitarbeiter.

Das Institut wollte sich zu den Berichten nicht äußern und verwies darauf, dass es am Mittwoch der kommenden Woche seine Bilanz für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres bekannt geben werde. Vor knapp zwei Wochen hatte die Bank ihren Vorstandschef Antony Jenkins angesichts des schleppenden Umbaus und der chronischen Renditeschwäche entlassen. Vorübergehend führt Verwaltungsratschef John McFarlane die Geschäfte. Barclays steht bei Investoren wegen hoher Kosten in der Kritik. In den vergangenen sechs Jahren hat das Bankhaus rund 12 000 Jobs abgebaut, weitere 7000 sollen nach bisherigen Plänen folgen.

Barclays kämpft mit ähnlichen Problemen wie die Deutsche Bank. Beide Institute betreiben ein umfangreiches Investmentbanking neben dem klassischen Bankgeschäft. Dieses Modell wird von den Aufsichtsbehörden kritisch gesehen.

(dpa)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Barclays Bank will offenbar 30 000 Stellen streichen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.