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Leverkusen
Bayer-Chef geht mit Gewinnplus

Leverkusen. Arzneien wie Xarelto werfen immer höhere Gewinne ab.

So hat sich Bayer-Chef Marijn Dekkers seinen Abschied gewünscht: Mit einer glänzenden Quartalsbilanz verlässt der Niederländer am Freitag den Dax-Konzern. Der Gewinn (Ebitda) kletterte in den ersten drei Monaten um 16 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Der Umsatz erhöhte sich leicht auf 11,9 Milliarden. Damit übertraf Bayer die Erwartungen. Die Aktie legte zu, dann machten Anleger Kasse.

Alle Segmente verbesserten sich. Vor allem das Geschäft mit innovativen Medikamenten brummt, bei dem Bayer Platz 14 im weltweiten Ranking belegt. Der Gewinn schnellte hier auf fast 1,3 Milliarden hoch. Allein mit den fünf Kassenschlagern (darunter das Schlaganfall-Mittel Xarelto und das boomende Augenmittel Eylea) hat Bayer 1,2 Milliarden Euro erlöst. Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht: Bayer erwartet in der Spitze einen Jahresumsatz der neuen Arzneien von 7,5 Milliarden.

Positiv entwickelt haben sich auch die rezeptfreien Medikamente (wie Aspirin oder Bepanthen). Die Division lieferte einen Gewinn von 383 Millionen in Leverkusen ab, etwas mehr als vor einem Jahr. Bei dem Geschäft mit verschreibungsfreien Arzneien ist Bayer nach Glaxo/Novartis die Nummer zwei auf der Welt.

Im Geschäft mit Pflanzenschutz und Saatgut (CropScience) verlor Bayer dagegen Umsatz, weltweit schwächelt die Branche. Der Gewinn legte gleichwohl um sechs Prozent zu. Bayer schlug sich besser als Konkurrenten. Das könnte Interessenten anziehen, durch die Branche rollt gerade eine Fusionswelle.

Mit den guten Zahlen hat Dekkers die Latte für seinen Nachfolger hochgelegt. Auf der Hauptversammlung am Freitag verabschiedet sich der Chemiker von den Aktionären. Am Montag übernimmt der Kaufmann Werner Baumann, bislang Strategievorstand, das Steuer in Leverkusen.

(anh)
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