Potenzpille Levitra erhält Zulassung: Bayer macht Viagra Konkurrenz
zuletzt aktualisiert: 07.03.2003 - 15:56Leverkusen (rpo). Der Pharmariese Bayer macht Viagra in Deutschland Konkurrenz: Bayer hat zusammen mit GlaxoSmithKline (GSK) die EU-weite Zulassung für die Potenzpille Levitra erhalten.
Bayer und GSK möchten das neue Mittel "sobald wie möglich" auf dem europäischen Markt einführen, wie Bayer am Freitag in Leverkusen mitteilte.
Der Wirkstoff von Levitra - Vardenafil - greift ebenso wie die Potenzpillen Viagra (Wirkstoff Sildenafil) und Cialis (Wirkstoff Tadalafil) direkt am Penis ein. Alle drei Medikamente hemmen das Enzym Phosphodiesterase-5. Sie rufen damit eine Erschlaffung der glatten Muskulatur hervor, wodurch vermehrt Blut in den Penis einströmen kann. Keines der Mittel darf eingenommen werden, falls der Patient nitrathaltige Herzmittel erhält.
Die Wirkung von Levitra dauere vier bis fünf Stunden an, erläuterte Bayer-Sprecherin Christina Sehnert. Eine Vergleichsstudie zwischen Levitra und Viagra gebe es noch nicht. Auch Levitra wirke nur bei sexueller Stimulierung. In mehreren lateinamerikanischen Ländern ist Levitra laut Bayer bereits gegen Erektionsstörungen zugelassen. Cialis ist seit Anfang Februar auf dem deutschen Markt, Viagra seit 1998.
Zwei weitere Potenzpillen mit anderer Wirkweise werden ebenfalls in deutschen Apotheken verkauft: Die beiden Mittel Uprima vom Pharmaunternehmen Abbott und Ixense von Takeda Pharma enthalten beide denselben Wirkstoff Apomorphinhydrochlorid. Dieser wirkt im Gegensatz zu Viagra auf das Gehirn. Dort stimuliert er den Botenstoff Dopamin, was unter anderem eine Erweiterung der Blutgefäße im Penis und damit eine Erektion zur Folge hat.
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