Erfreuliche Nachrichten aus München: Bei BMW läuft der Job-Motor weiter rund
zuletzt aktualisiert: 15.05.2003 - 15:27München (rpo). Endlich wartet ein Unternehmen in dem andauernden Krisengetöse mit einer guten Nachricht auf: Beim Autohersteller BMW läuft es richtig rund - und zwar so gut, dass die Münchener auch weiterhin neue Arbeitsplätze schaffen.
Der BMW-Konzern will mit einem starken zweiten Halbjahr auf Rekordkurs bleiben und 2003 wieder zahlreiche neue Arbeitsplätze schaffen. "Wir sind auf dem Weg in eine noch stärkere Position", versprach Konzern-Chef Helmut Panke am Donnerstag auf der Hauptversammlung den etwa 4000 Aktionären in München. Mit dem neuen 5er, dem X3 und weiteren neuen Modellen will der Konzern die Einbußen des ersten Quartals in der zweiten Jahreshälfte trotz der schwachen Konjunktur mehr als wettmachen. Die Aktionäre waren voll des Lobs für die Führungsriege. Allerdings müsse der Konzern aufpassen, sich mit seinen vielen neuen Modellen nicht zu verzetteln.
Im vergangenen Jahr hatte BMW erstmals mehr als eine Million Autos verkauft und den Vorsteuergewinn um 1,7 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro gesteigert. Ein Kleinaktionär sagte: "Als ich den Geschäftsbericht aufschlug, da jubelte mein Herz innerlich." Im ersten Quartal gingen der BMW-Gewinn und der Absatz der Stammmarke BMW deutlich zurück. Dennoch stellte Panke den Aktionären für 2003 weiterhin Absatzrekorde bei den Marken BMW und Mini und ein Ergebnis auf dem hohen Vorjahresniveau in Aussicht.
Panke kündigte zudem erstmals offiziell den Bau eines Mini-Cabrios an, das Mitte 2004 auf den Markt kommen soll. Der Erfolg des Kleinwagens stabilisiert derzeit den Absatz der BMW-Gruppe. Panke betonte, der Konzern wolle mit den kleinen Fahrzeugen auch Geld verdienen: "Die Marke Mini muss ihren Ergebnisbeitrag bringen."
Der Job-Motor bei BMW läuft - gegen den Trend in der deutschen Wirtschaft - weiter rund. BMW sei 2002 wie im Jahr zuvor das Unternehmen gewesen, das in Deutschland die meisten Arbeitsplätze neu geschaffen hat, sagte Panke. So soll es auch im laufenden Jahr weiter gehen. Allein für das neue Leipziger Werk sollen weitere 700 Menschen eingestellt werden. Damit steigt die Zahl der Beschäftigten dort auf 1200. Weltweit hat der BMW-Konzern im 1. Quartal mehr als 1200 neue Arbeitsplätze geschaffen, darunter mehr als 1000 in Deutschland. Ende März beschäftigte die Gruppe weltweit knapp 103 000 Menschen.
Die Aktionäre zeigten sich mit der Strategie zufrieden. "Ein herzliches Dankeschön für eine sehr erfolgreiche Arbeit", sagte Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Allerdings müsse BMW aufpassen, dass die Modelloffensive nicht übertrieben wird. "Man kann auch zu breit aufgestellt sein." Zudem müsse "der neue 5er der große Wurf werden", damit Panke seine ehrgeizigen Prognosen erfüllen könne. Panke versuchte, Bedenken zu zerstreuen. "Der 5er wird im Markt ein großer Wurf sein." Der 5er kommt im Juli auf den Markt
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