Nur noch 0,7 Prozent für Deutschland: Bericht: IWF senkt Wachstumsprognose
zuletzt aktualisiert: 28.02.2003 - 10:13Düsseldorf (rpo). Das "Handelsblatt" berichtet am Freitag, dass der der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognose für Deutschland deutlich gesenkt hat. Der IWF erwartet danach nur noch ein Wachstum von 0,7 Prozent.
Das "Handelsblatt" beruft sich auf Fonds-Kreise. Im vergangenen September hatte der IWF noch 2,0 Prozent vorausgesagt. Die offizielle Prognose soll im April vorgestellt werden. Außerdem rechne der IWF mit einer Defizitquote von 3,2 Prozent, heißt es weiter.
Damit würde Deutschland zum zweiten Mal in Folge den EU-Stabilitätspakt verletzen. Der Chef des Sachverständigenrats, Wolfgang Wiegard, sagte dem "Handelsblatt", schon ohne die Debatte um ein kreditfinanziertes Investitionsprogramm für die Kommunen wäre es schwierig geworden, die Drei-Prozent-Grenze einzuhalten.
Da die unionsregierten Länder auch noch das rot-grüne Steuerpaket im Finanzausschuss des Bundesrats abgelehnt hätten, sei jetzt mit einer weiteren Erhöhung der Nettokreditaufnahme zu rechnen. "Alles in allem könnte es passieren, dass die Defizitquote 2003 die 3,6 Prozent vom letzten Jahr noch übersteigt", zitiert das Blatt den Experten.
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