Drittniedrigster Stand seit 1970: Arbeitnehmer melden sich seltener krank
zuletzt aktualisiert: 12.10.2009 - 07:25Berlin (RPO). In der Krise trauen sich die Arbeitnehmer in Deutschland anscheinend nicht, sich krank zu melden. Der Krankenstand in deutschen Betrieben hat in den ersten neun Monaten 2009 den drittniedrigsten Stand seit Einführung der Statistik im Jahr 1970 erreicht.
"Die Welt" schreibt unter Berufung auf Statistiken des Bundesgesundheitsministeriums, zwischen Januar und September hätten Arbeitnehmer durchschnittlich 3,25 Prozent der Sollarbeitszeit gefehlt. Das entspreche 7,2 Arbeitstagen. Im Vorjahreszeitraum habe der Anteil noch bei 3,32 Prozent gelegen.
Offizielle Zahlen vom Juli hatten diesen Trend bereits bestätigt. Demnach meldeten sich von Januar bis Juni die Arbeitnehmer so selten krank wie nie zuvor. Der Krankenstand in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sank in den ersten sechs Monaten auf durchschnittlich 3,24 Prozent. Im Gesamtjahr 2008 lag er noch bei 3,37 Prozent.
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