kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Mode als Beruf: Auf Lagerfelds Spuren

zuletzt aktualisiert: 06.12.2009 - 11:25

Düsseldorf (RPO). Mit ihren Shows setzen sie die Standards für eine ganze Saison: Modedesigner wie Karl Lagerfeld oder Jil Sander sind in der Branche feste Größen. Der Weg in diesen Beruf ist lang und hart.

Der Weg in den Modehimmel ist lang und hart.  Foto: RP, A. Bretz
Der Weg in den Modehimmel ist lang und hart. Foto: RP, A. Bretz

Es kann nicht jeder der nächste Lagerfeld werden. Angehende Modedesigner brauchen daher neben kreativen Ideen eine Menge Geduld und Selbstdisziplin: Angehende Modedesigner sollten sich zunächst klarmachen, dass sie in ihrem Traumberuf nicht nur Kleidung entwerfen. „Sie müssen nicht nur die Praxis beherrschen, sondern auch das Organisatorische drumherum“, erklärt Claudia Ollenhauer-Ries vom Verband Deutscher Mode- und Textildesigner in Würzburg. „Unserer Erfahrung nach beinhaltet der Job nur zu einem eher geringen Anteil kreatives Arbeiten.“ Ansonsten drehe sich viel um das Vorbereiten einer Produktion, die Pflege von Kundenkontakten und die Prüfung von Schnitten. Das umfasst auch Fragen wie „Welcher Knopf in welcher Größe soll wohin genäht werden?“

Es geht um mehr als Kreativität

Gefragt sind daher nicht nur zeichnerisches Talent und Kreativität. Auch ein Gespür für Trends, Verhandlungsgeschick und Stressresistenz sind laut Ollenhauer-Ries nötig. Und am besten sprechen angehende Modedesigner neben Englisch auch noch Französisch, Italienisch, Türkisch oder Chinesisch. Die Bundesagentur für Arbeit zählt außerdem Sorgfalt und eine selbstständige Arbeitsweise als wichtige Kriterien auf.

Ob einem dieser Job wirklich liegt, lässt sich in einem Praktikum testen. Eine solche Hospitanz schreiben einige Ausbildungsstätten ohnehin vor. Von ihnen gibt es ganz unterschiedliche: Berufsfachschulen, private und staatliche Hochschulen und Akademien buhlen um die jungen Talente. Da fällt der Durchblick oft schwer. „Wir empfehlen eine umfassende Ausbildung, die auch auf Produktionstechnik, Schnittgestaltung und betriebswirtschaftliche Aspekte wie Kostenrechnung und Marketing eingeht“, sagt Ollenhauer-Ries.

Das Handwerk darf dabei nicht zu kurz kommen: Laut der Bundesagentur für Arbeit müssen angehende Designer zum Beispiel lernen, welche Schnitt- und Fertigungstechniken es gibt. Außerdem fertigen sie Zeichnungen von Skizzen an und bekommen die Arbeit mit Design-Software beigebracht. An Hochschulen können Themen wie Fashionmanagement und Modegeschichte hinzukommen.

Inhalte wie diese stehen auch bei den international vernetzten Esmod-Schulen in Berlin und München auf dem Stundenplan. Um jedoch einen der 60 kostenpflichtigen Plätze pro Jahr zu ergattern, müssen Interessenten nicht nur Abitur oder Fachabitur haben, sondern noch ein Vorstellungsgespräch erfolgreich hinter sich bringen. Dazu müssten sie eine Mappe mit mindestens 20 Arbeiten mitbringen - beispielsweise Skizzen, Fotografien oder genähte Kleidungsstücke, wie Kathrin Nill von der Esmod-Schule in Berlin erläutert.

Anstrengende Ausbildung

Außerdem bräuchten die Schüler Disziplin und Motivation. „Es ist eine sehr anstrengende und zeitintensive Ausbildung“, sagt Nill. Immerhin müsse man nicht nur täglich von etwa 9 bis 16 Uhr zum Unterricht, sondern danach noch weitere Aufgaben erledigen.

Nach der Ausbildung reißen sich die Arbeitgeber meist nicht gerade um die Absolventen. „Es gibt ein Überangebot an Studenten“, hat Ollenhauer-Ries beobachtet. „Wer besser für den Job qualifiziert ist und sich besser verkaufen kann, macht das Rennen.“

Gute Chancen haben aber auch diejenigen, die etwas flexibler sind und nicht nur einen bestimmten Job anstreben. „In der Mode- und Textilbranche gibt es eine Fülle von Berufen, in denen kreative Menschen arbeiten“, erläutert Ollenhauer-Ries.

Das betont auch die Bundesagentur für Arbeit. So gebe es ganz verschiedene Tätigkeitsschwerpunkte für Modedesigner: Häufig arbeiteten sie etwa auch als Trendscouts. Andere dagegen beraten Modehäuser, arbeiten bei Zeitschriften oder übernehmen bei Theater und Film das Konzept der Kostümausstattung.

Quelle: mais/fb

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Wie Restaurants am Kunden sparen

Statt Sauce Hollandaise gibt's ein Imitat

Wie Restaurants am Kunden sparen

Sauce Hollandaise wird in Restaurants oft nicht selbst mit Butter und Eigelb zubereitet. Stattdessen werden billige Imitate der Lebensmittel ... mehr 

Lenovo erwägt PC-Produktion in Thüringen

Chinesischer Computerhersteller

Lenovo erwägt PC-Produktion in Thüringen

Der chinesische Computerhersteller Lenovo wird möglicherweise in Zukunft auch in Deutschland PCs herstellen. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Statt Sauce Hollandaise gibt's ein Imitat

Wie Restaurants am Kunden sparen

Chinesischer Computerhersteller

Lenovo erwägt PC-Produktion in Thüringen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
In Kiel leuchtet die Ampel rot-blau-grün: Ralf Stegner (SPD), Anke Spoorendonk (SSW) und Eka von Kalben (Grüne) präsentieren den Koalitionsvertrag für Schleswig-Holstein.

Koalitionsvertrag in Schleswig-Holstein

Der Vertrag für die Dänen-Ampel steht

In Kiel reagiert künftig die Dänen-Ampel. Am Sonntag beendeten die an der Regierung beteiligten Parteien ihre Verhandlungen. SPD, Grüne und Südschleswigscher Wählerverband (SSW) stellten am Abend ihren Koalitionsvertrag. mehr

 
Offizielle-und-inoffizielle-Atommaechte_1_48507.jpg

Schiffe aus deutscher Produktion

Israel stationiert Atomwaffen auf U-Booten

Einem Medienbericht zufolge werden israelische U-Boote aus deutscher Produktion mit Atomraketen bewaffnet. mehr

 

Die Linke hat ihr Ende vor Augen

Selbst Gysi weiß nicht weiter

 

Angeblich macht Merkel Druck auf Madrid

Spanien wehrt sich gegen Rettungsschirm

 

Ägyptens Ex-Präsident entgeht Todesstrafe

Tausende fordern den Tod Mubaraks

 
 
 

Chaotischer Parteitag der Linken

Ein Akt der Selbstzerfleischung

Strom-Rechner

kWh
vergleichen