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Unter Kollegen wichtig: Auf Privatsphäre am Arbeitsplatz achten

zuletzt aktualisiert: 20.07.2007 - 14:31

Berlin (RPO). Auch wenn der Schreibtisch und die Utensilien darauf der Firma gehören, darf das kein Freibrief für den Chef oder Kollegen sein, darüber zu verfügen. Für die meisten Arbeitnehmer zählt der Schreibtisch zu ihrem persönlichen Bereich. Alle Beteiligten sollten gegenseitig auf ihre Privatsphäre Rücksicht nehmen.

Um andere nicht in Verlegenheit zu bringen, sollte man nichts an seinem Arbeitsplatz liegen lassen, das nicht öffentlich werden darf. "Dies gilt für private Papiere ebenso wie für vertrauliche Geschäftsakten", sagt Jan Schaumann, Stiltrainer in Berlin. Solche Dinge könne man in der Pause oder nach Feierabend in eine Schreibtischschublade legen oder anderweitig wegschließen.

Häufig möchte man am Platz eines abwesenden Kollegen eine schriftliche Nachricht oder einen Aktenstapel hinterlassen. "Die Sachen sollte man hinlegen ohne sich neugierig umzusehen", empfiehlt Schaumann. Außerdem dürfe man die Ordnung des anderen nicht stören. Falls man die Papiere deshalb an einen sehr unauffälligen Ort platzieren müsse, könne man den Kollegen mit einem Zettel auf der Computertastatur darauf aufmerksam machen.

Diskretion bewahren

Etwas heikler kann die Situation werden, wenn man auf einem fremden Schreibtisch nach etwas sucht. Denn unter Umständen muss man lange in den Papieren eines Kollegen kramen. "Man sollte möglichst zielgerichtet schauen", sagt der Experte. Je weniger man mitbekomme, umso besser - auch im Hinblick auf das eigene Gefühl. Zudem sollte man dem Kollegen eine kurze Notiz hinterlassen, dass man sich etwas genommen habe.

Falls man unabsichtlich etwas Vertrauliches gesehen habe, sollte man Diskretion bewahren. "Auf keinen Fall darf man den anderen damit später in Verlegenheit bringen", warnt Schaumann. Auch Familienbilder oder persönliche Dekorationsgegenstände sollte man ignorieren.

Spitze Kommentare über den Ordnungsstil eines Kollegen sind verletzend und wenig effektiv. "Man kann den anderen nicht ändern", sagt Schaumann. Wenn es die gemeinsame Arbeit oder das eigene Wohlbefinden betreffe, sollte man das Problem offen ansprechen. Dann würden auch Chaoten und Ordnungsfanatiker Kompromisse finden, mit denen sich beide wohl fühlen können.

Quelle: afp2

 
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