kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Bundesarbeitsgericht: Betriebsräte dürfen sich politisch äußern

zuletzt aktualisiert: 17.03.2010 - 17:27

Erfurt (RPO). Arbeitgeber können ihrem Betriebsrat keinen politischen Maulkorb verpassen. Nach einem am Mittwoch verkündeten Grundsatzurteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) in Erfurt sind nur parteipolitische Äußerungen untersagt. Damit gab das BAG dem Betriebsrat der Honeywell Bremsbelag GmbH im schleswig-holsteinischen Glinde recht. (Az: 7 ABR 95/08)

Während des Irak-Kriegs im Jahr 2003 hatte der Betriebsrat an seine Infobretter im Betrieb einen Aufruf mit der Überschrift "Nein zum Krieg" gehängt. 2007 rief der Betriebsrat mit Aushängen sowie im Intranet des Unternehmens zur Teilnahme an einem Volksentscheid in Hamburg auf, mit dem eine Bürgerinitiative Volksentscheide in der Hamburger Verfassung verankern wollten. Daraufhin zog das Unternehmen vor Gericht. Der Betriebsrat solle verpflichtet werden, "betriebsöffentliche Äußerungen allgemeinpolitischen Inhalts zu unterlassen", insbesondere Äußerungen zu Kriegen, Rüstung, Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik.

Doch laut Betriebsverfassungsgesetz ist den Arbeitnehmervertretern wie auch den Arbeitgebern nur die parteipolitische Betätigung im Betrieb verboten, urteilte das BAG. "Davon wird nicht jede allgemeinpolitische Äußerung erfasst." Ein Aufruf zur Teilnahme an einer politischen Wahl oder Abstimmung sei "keine parteipolitische Betätigung", befanden die Erfurter Richter. Ob der Irak-Aufruf parteipolitisch war, ließ das BAG offen. Die Sache habe sich erledigt, denn der Irak-Krieg sei vorbei und der Betriebsrat habe sich seitdem nicht mehr zu Kriegen geäußert.

Grundsätzlich klärte das BAG, dass ein Arbeitgeber vom Betriebsrat keine Erklärungen verlangen kann, gewisse Äußerungen zu unterlassen. Dies sei gesetzlich nicht vorgesehen. Bei Verstößen des Betriebsrats könne der Arbeitgeber nur dessen Auflösung verlangen.

Quelle: AFP/sdr

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Angestellte nutzen Privatgeräte auch im Job

Studie

Angestellte nutzen Privatgeräte auch im Job

Viele Unternehmen können oder wollen mit dem rasanten technischen Fortschritt nicht mithalten. Weil die Mitarbeiter von zu Hause aber Rechne ... mehr 

Nach Zwangsschließung der Fabrik

Müller-Brot-Chef räumt grobe Fehler ein

Müller-Brot-Chef Ostendorf hat "grobe Fehler" im Umgang mit den Lebensmittelkontrolleuren und der Öffentlichkeit eingeräumt. mehr 

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Autokamera filmt riesigen Lichtkegel

Das Video könnte auch aus einem Science-Fiction-Film sein. Blogger jedoch wollen herausgefunden haben, dass es die Explosion eines ... mehr 

Top-Services

Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
 
Politik-Nachrichten
Loveparde-Rede-Sauerland009.jpg

Bürgerentscheid am Sonntag

Adolf Sauerland bangt um sein Amt

Duisburgs Oberbürgermeister (CDU) muss sich am Sonntag einem Bürgerentscheid stellen. Wenn eine Mehrheit von mindestens 91.250 Bürger für seine Abwahl stimmen, wäre er sein Amt los. Der Ausgang der Wahl ist offen. Sauerland wird den Wahltag wohl von ... Von Christian Schwerdtfeger  mehr

 
greichenland proteste feuer

Euro-Krise spitzt sich zu

Griechenland taumelt ins Chaos

Gibt es im griechischen Parlament am Sonntag keine Mehrheit für neue Spar- und Reformschritte, wird Athen der Geldhahn zugedreht. Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützt diesen Weg. Die Staatspleite wird immer wahrscheinlicher.  Von A. Ingenrieth und B. Marschall  mehr

 
 

Schulpolitik in NRW

Bürokratie plagt die Lehrer

 
 

Drohende Überschuldung

Österreich beschließt Sparpaket

 

Streit um kostenlose Pille

Obama beugt sich Konservativen

 

Neue Vorwürfe gegen Bundespräsidenten

Wulff nutzte Firmen-Handy eines Freundes

Strom-Rechner

 kWh
vergleichen