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Studie zu Managerverdiensten: Das 52-fache Gehalt der Mitarbeiter

VON EVA FIEDLER - zuletzt aktualisiert: 17.07.2008 - 10:43

Düsseldorf/Berlin (RPO). Sie verdienen Millionen. Doch wie rapide die Einkommen in den Vorstandsetagen in den letzten Jahren tatsächlich gestiegen sind, können sich Normalverdiener kaum vorstellen. Ein Berliner Wirtschaftsprofessor hat die Gehaltsentwicklung bei den Top-Managern in den letzten 20 Jahren untersucht.

Die Vorstände der großen deutschen Aktiengesellschaften verdienen bis zu 140-mal mehr als ihre Angestellten. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Joachim Schwalbach von der Berliner Humboldt-Universität. In seiner „Vergütungsstudie 2008“ hat der Management-Professor die Entwicklung der Vorstandsgehälter in den 30 Dax-Unternehmen von 1987 bis 2007 untersucht. Das Ergebnis dürfte all diejenigen schockieren, deren Gehalt seit Jahren allenfalls minimal gestiegen ist.

Verdiente ein Vorstandsmitglied eines Dax-Unternehmens 1987 durchschnittlich 14-mal mehr als die Mitarbeiter im Unternehmen, kassierten die Führungsspitzen 20 Jahre später das 52-fache eines durchschnittlichen Angestellten der Firma (vom Arbeiter bis zum leitenden Angestellten). Professor Joachim Schwalbach: „Damit sind die Vorstandsgehälter nicht nur absolut, sondern auch in Relation zu den Gehältern aller Mitarbeiter im Unternehmen stark gestiegen.“

Einen besonders starken Anstieg der Gehälter in den Chefetagen konnte der Wissenschaftler seit Mitte der 90er Jahre ausmachen. Und ein Ende ist derzeit nicht abzusehen. „Wenn die Aufsichtsräte es zulassen, werden die Gehälter weiter auseinanderdriften“, sagt Schwalbach.

Seine Befürchtung: Die wachsende Gehaltsschere demotiviert die Mitarbeiter und das könnte längerfristig die Unternehmensleistung negativ beeinflussen. Management-Professor Schwalbach: „Mein Vorschlag wäre, die Entwicklung der Vorstandsvergütung an die Entwicklung der Mitarbeiter zu koppeln.“

Lesen Sie hier, wie viel die Vorstände der Dax-Unternehmen im Verhältnis zu ihren Mitarbeitern verdienen.


 
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