Boreout statt Burnout: Deutsche Manager sind gelangweilt
zuletzt aktualisiert: 09.06.2009 - 12:03Düsseldorf (RPO). Von wegen Stress: Vier von zehn Managern in Deutschland fühlen sich auf ihrer Arbeit unterfordert. Das ergab eine Umfrage des Online-Stellenportals Stepstone. 39 Prozent der Befragten gaben an, im Büro oft nur den Eindruck vortäuschen, beschäftigt zu sein.
Tatsächlich fühlen sie sich dabei aber unterbeschäftigt. Weitere 47 Prozent geben an, dass ihre Aufgaben sehr gut zu ihrem täglichen Pensum passen - eine Überlastung beklagen dagegen nur 14 Prozent der Befragten.
"Bei Managern, die sich unterfordert fühlen, spricht man von einem Boreout-Syndrom. Dies ist genau das Gegenteil eines Burnouts, kann aber ähnlich fatale Folgen haben. Die dauerhafte Fehlbelastung führt zu Langeweile, Verlust der Identität mit dem Beruf und Resignation", sagt Wolfgang Bruhn, Vorstand der StepStone Deutschland AG.
Im internationalen Durchschnitt fühlen sich deutsche Manager am stärksten unterfordert. Am wenigsten beklagen diesen Umstand die Dänen, von denen sich nur 21 Prozent gelangweilt fühlen.
Im europäischen Durchschnitt sagen insgesamt 32 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte, dass sie beruflich unterfordert sind, während 20 Prozent von Überbelastung sprechen. Weitere 48 Prozent geben an, gut mit ihren Aufgaben klar zu kommen.
An der Umfrage nahmen 11.238 Personen aus sechs Ländern teil, darunter 5467 Fach- und Führungskräfte aus Deutschland.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
