Berufskrankheiten sind Krankheiten, die durch eine berufliche Tätigkeit entstehen. Betroffene erhalten medizinische Hilfe und finanzielle Entschädigung. In ihrem Bericht "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit" listet die Bundesregierung die häufigsten Berufskrankheiten im Jahr 2007 auf.
Lärmschwerhörigkeit
Sie ist die häufigste Berufskrankheit. 5036 Arbeitnehmern wurde 2007 bescheinigt, dass sie berufsbedingt unter Schwerhörigkeit leiden. Bei beinahe doppelt so vielen, 9663 Arbeitnehmer, wurde wegen schlechtem Hörvermögen einen Verdacht auf Berufskrankheit geäußert.
Asbestose
2053 Arbeitnehmer leiden 2007 offiziell erstmals an der Berufskrankheit Asbestose. Diese Lungenkrankheit gehört zu den Staublungenkrankheiten und wird durch eingeatmeten Asbeststaub ausgelöst. 3728 Arbeitnehmer hatten angegeben, berufsbedingt an Asbestose zu leiden.
Mesotheliome
Hinter dieser Fachbezeichnung verbergen sich Tumore, die meist bösartige sind und vor allem bei Menschen auftreten, die mit Asbest gearbeitet haben. Besonders häufig kommen Mesotheliome im Brustfell vor. Bei 958 Arbeitnehmern wurde 2007 ein Mesotheliom als Berufskrankheit anerkannt. 1392 Arbeitnehmer hatten angegeben, berufsbedingt unter einem Mesotheliom zu leiden.
Lungen- oder Kehlkopfkrebs
Auch diese Berufskrankheit steht in engem Zusammenhang mit Asbest. 831 neue Fälle wurden 2007 offiziell anerkannt. 3628 Arbeitnehmer hatten angegeben, berufsbedingt an Lungen- oder Kehlkopfkrebs zu leiden.
Infektionskrankheiten
730 Arbeitnehmer wurde 2007 offiziell bestätigt, dass sie berufsbedingt an einer Infektionskrankheit leiden. Beinahe 2500 Arbeitnehmer wollten eine Infektionskrankheit als Berufskrankheit geltend machen.
Hauterkrankungen
In 626 neuen Fällen wurde 2007 eine Erkrankung der Haut als Berufskrankheit anerkannt. Die Versuche, Hauterkrankungen offiziell anerkennen zu lassen, lagen weitaus höher: Mit 18448 Fällen wurden Erkrankungen der Haut besonders oft als berufsbedingte Krankheiten angezeigt.
Silikose
Diese Lungenerkrankung wird durch das Einatmen von mineralischem Staub ausgelöst. Der Staub führt zu Bindegewebsneubildungen, die die Lunge vernarben lassen können. Besonders häufig sind Bergleute betroffen. 2007 wurden 608 neue Fälle als Berufskrankheiten anerkannt, 1371 Arbeitnehmer wollten die Lungenerkrankung offiziell anerkennen lassen.
Von Tieren übertragen
Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen wurden, wurden 2007 in 543 Fällen als Berufskrankheiten anerkannt. 1432 Arbeitnehmer hatten versucht, Krankheiten dieser Art als Berufskrankheit anerkennen zu lassen.
Allergische Atemwegserkrankungen
418 Allergiker mit erkrankten Atemwegen wurden 2007 erstmals als berufsbedingt erkrankt registriert. 2532 Arbeitnehmer hatten versucht, diese allergischen Beschwerden als Berufskrankheit geltend zu machen.