Arbeit, nein danke!: Die Kunst des Faulseins im Büro
zuletzt aktualisiert: 01.02.2011 - 09:47Hamburg/Ratingen (RPO). Karriere machen, ohne hart zu arbeiten? Das geht. Denn man muss sich nur erfolgreich vor Arbeit drücken und dabei trotzdem den besten Eindruck machen. Wie das geht, erfahren Sie hier.
Ohne Fleiß kein Preis? Wer's glaubt, wird selig. Denn Fleiß zahlt sich im Beruf längst nicht immer aus. Und der Lohn für harte Arbeit ist nicht selten: mehr Arbeit. Wer früher fertig ist, darf schließlich nicht früher gehen, er bekommt die nächste Sache auf den Schreibtisch. Süßes Nichtstun ist dagegen nicht nur angenehm. Es hat noch mehr Vorteile: Wer andere für sich arbeiten lässt, steht nachher oft sogar besser da als die Kollegen.
Die Fleißigen seien manchmal auch die Deppen im Job, erklärt die Karriereberaterin Svenja Hofert aus Hamburg. Sie liefen Gefahr, in eine Spirale zu geraten, in der ihnen immer mehr Arbeit aufgehalst wird. "Das sind oft Menschen, die sich aufreiben, weil sie schlecht 'Nein' sagen können." Dadurch ließen sich solche Mitarbeiter leicht von anderen ausnutzen. "Für den Chef ist das sehr bequem."
Dabei geht es durchaus anders: "Die Kunst ist es, Arbeit geschickt zu verteilen und hinterher trotzdem den Erfolg abzukriegen", sagt Hofert. Oft ist es lohnenswert, sich lästige Aufgaben vom Leib zu halten. Denn Kleinkram und Feinarbeit würden ohnehin weniger honoriert.
Tipps, wie Sie Ihren Arbeitsaufwand in Grenzen halten, erfahren Sie in unserer Klickstrecke.
Literatur: Corinne Maier: Die Entdeckung der Faulheit: Von der Kunst, bei der Arbeit möglichst wenig zu tun. Goldmann, 160 S., 6,95 Euro, ISBN: 978-3442153954
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