Altkanzler Schmidt, Obama, Merkel: Die prominenten Vorbilder deutscher Chefs
zuletzt aktualisiert: 30.09.2009 - 11:12Überlingen / Bad Harzburg (RPO). Deutsche Chefs sind gerne Führungskraft. 96 Prozent von 547 Führungskräften sagen einer Studie zufolge: "Ja, meine Führungsrolle macht mir Spaß". Die Hälfte verspürt demnach sogar eine Berufung für ihren Job und nennt prominente Rollenvorbilder wie Altkanzler Helmut Schmidt oder US-Präsident Barack Obama.
Die Hälfte (50,7 Prozent) der Befragten sieht in der Übernahme der Führungsaufgabe "eine Berufung". 31,8 Prozent dagegen geben zu Protokoll, dass die Aufgaben einer Führungskraft ein "Job wie jeder andere auch" seien. Das ist das Ergebnis der Akademie-Studie 2009 "Führungsrollen - Beruf und Berufung deutscher Manager", die die Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft im September veröffentlicht hat.
Unter den prominenten Rollenvorbildern der Manager finden sich vor allem Politiker, bekannte Sportler-Persönlichkeiten und Wirtschaftsbosse. Am häufigsten genannt: Altkanzler Helmut Schmidt, gefolgt von US-Präsident Barack Obama, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Fußballtrainer Jürgen Klinsmann und Fußball-Manager Uli Hoeneß. Aber auch auch ein umstrittener Wirtschaftsboss wie Bankmanager Josef Ackermann ist unter den Genannten.
Tendenziell fühlen sich männliche Führungskräfte eher berufen als Frauen: Bei den Männern bezeichnen 53,6 Prozent ihre Rolle als Berufung, bei den Frauen sind es mit 42,9 Prozent gut zehn Prozent weniger. Auf die Frage, was ihnen innerhalb ihrer Arbeit als Führungskraft Spaß macht, antworten die meisten (52,9 Prozent): "Menschen anleiten und fördern" - gefolgt von der "Übernahme von Verantwortung".
59,3 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sie im Privatleben kein "anderer Mensch" sind als im Berufsleben. So verwundert es auch nicht, dass sie davon ausgehen, dass man sich das Rüstzeug, das man benötigt, um der Rolle als Führungsraft gerecht zu werden, auch außerhalb der Büroräume aneignen kann.
Knapp die Hälfte, 49,7 Prozent, geben an, dass sie durch Lern- und Lebenserfahrung außerhalb des Unternehmens auf ihre jetzige Führungsrolle vorbereitet worden sind - also in ihren Rollen als Mütter, Väter, Kinder, Vereinspräsidenten, Mannschaftskapitäne, Musiker oder Hobbyschauspieler.
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