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Mehr Männer achten aufs Äußere: Gutes Aussehen als Karrierefaktor

VON WIEBKE UHLENBROOCK - zuletzt aktualisiert: 09.10.2008 - 16:30

(RP). Wer attraktiv und gepflegt zur Arbeit geht, erhöht damit seine beruflichen Erfolgschancen. Das glauben längst nicht mehr nur die weiblichen Beschäftigten, sondern auch die Männer.

Für immer mehr Männer ist ein gepflegtes Äußeres wichtig für die Karriere.  Foto: ddp
Für immer mehr Männer ist ein gepflegtes Äußeres wichtig für die Karriere. Foto: ddp

Morgens bevor es in Richtung Büro geht: Während sie sich im Bad für die Arbeit schick macht, den Lippenstift nachzieht und die Haare frisiert, lehnt er sich entspannt mit Kaffee und Zeitung zurück und behält dabei die Uhr im Blick. Klischee oder Wahrheit? Tatsächlich achten auch Männer auf ihr Aussehen. Selbst wenn es der ein oder andere nur mit einem Augenzwinkern zugeben mag - manch einer ist dankbar für den verspiegelten Fahrstuhl im Büro.

Ein kurzer Blick über die Schulter der Kollegen reicht oft, um zu checken, wie es um die eigene Optik steht. Ob das Hemd nicht aus der Hose hängt oder die Krawatte richtig sitzt - genauso natürlich die Frisur.

Männer setzen auf Aussehen als Karrierefaktor

Dass nicht nur Frauen, sondern vor allem Männer im Job auf ein gepflegtes Äußeres achten, zeigt eine aktuelle TNS-Infratest-Umfrage im Auftrag von Beiersdorf. Dabei wurden bundesweit 1000 Männer ab 18 Jahren zu ihren Einstellungen in punkto Karriere, Attraktivität und ihrem eigenen Pflegeverhalten befragt. Das überraschende Ergebnis: Attraktivität ist für die meisten Männer ein wichtiger Karrierefaktor.

Neun von zehn Männern geben an, dass ein gepflegtes Aussehen für den beruflichen Erfolg wichtig ist. Besonders Berufseinsteiger zwischen 30 und 39 Jahren schätzen den Einfluss eines gepflegten Äußeren auf die Karriere als besonders hoch ein (97 Prozent Zustimmung) und halten die gepflegte Optik gar für wichtiger als den klassischen Erfolgsschlüssel - das gute berufliche Netzwerk (92 Prozent Zustimmung). Dem stimmen auch 84 Prozent der berufserfahrenen Männer zwischen 40 und 59 Jahren zu, wobei für diese Altersgruppe ein gutes Netzwerk immer noch der eigentliche Karriereturbo ist (Zustimmung von 93 Prozent). Dabei ist es vor allem die eigene Pflege, die dem Mann Attraktivität und damit Souveränität und Ausstrahlung verleiht.

So sind neun von zehn der befragten Männer überzeugt, dass „Mann“ sich gepflegt einfach attraktiver fühlt. Auch Führungskräfte aus der Wirtschaft bestätigen, dass Attraktivität sich positiv auf die Karriere auswirkt. „Wer sich um ein attraktives Äußeres bemüht, zeigt, dass er sich selbst wertschätzt. Und das gibt ihm auch sein berufliches Umfeld zurück: So ein Kollege ist gern gesehen, wird miteinbezogen und kann in diesem Bereich sicher Pluspunkte sammeln“, sagt Patrick Bochet, Manager bei Beiersdorf. Bochet weiter: „Gutes und das heißt vor allem auch gepflegtes Aussehen wird durchweg positiv bewertet - auch in der Freizeit.“

Auf die Frage nach ihrem eigenen Pflegeverhalten geben bundesweit mehr als zwei Drittel der befragten Männer an, regelmäßig zu Pflegeprodukten wie Cremes oder Duschgels speziell für Männer zu greifen, um so die eigene Attraktivität zu erhöhen und damit im Job zu punkten.

Der Blick in die Zukunft verrät: Insgesamt 87 Prozent der Männer glauben, dass der Markt für Männerpflege in den nächsten Jahren weiter wachsen wird. Doch auch wenn das attraktive Äußere für die Karriere immer wichtiger wird, so spielen persönliche und fachliche Qualifikationen wie Entscheidungsstärke und Sozialkompetenz weiterhin eine wichtige Rolle auf dem Weg nach oben.

Gutes Aussehen heißt gepflegtes Aussehen

Dennoch: Wenn karrierebewusste Paare in Deutschland in Zukunft früher aufstehen, liegt das mit Sicherheit auch an der Emanzipation im heimischen Badezimmer. Schließlich gilt: Wer schön und attraktiv sein will, muss sich und seinen Körper pflegen. Das fördert die Karriere. In diesem Sinne, Männer, Mut zur Eitelkeit. Denn wer attraktiv auftritt, punktet auch im Job.


 
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