Wer zu wenig schläft, kann nicht seine optimale Leistung bringen. Deshalb ist Schlafmangel nicht nur eine Gefahr für die Gesundheit, sondern auch für die Karriere. Warum das so ist, hat die WirtschaftsWoche aufgelistet. Sehen Sie hier die Hauptgründe.
Eine Untersuchung der Universität Michigan (USA) kommt zu dem Ergebnis: Müde Menschen sind wie Betrunkene. So beeinträchtigt beispielsweise ein 24-Stunden-Dienst eines Mediziners die Leistungsfähigkeit oft stärker als der Konsum von Schnaps.
Die Studie zeigt: Nach einem 24-Stunden-Dienst steigt das Risiko eines Autounfalls um 168 Prozent.
Ebenfalls erschreckend: Nach einem 24-Stunden-Dienst eines Arztes erhöht sich die Gefahr, nicht mehr genau mit dem Skalpell zu treffen, um 460 Prozent.
Wer fünf Nächte hintereinander nur jeweils vier Stunden schläft, verschlechtert seine geistige Fitness so sehr, als hätte er 24 Stunden durchgearbeitet.
Schlafen macht schlau. Wer länger schläft, verarbeitet Tageseindrücke besser. So wird Erlerntes dauerhaft im Gedächtnis verankert.
Schlau werden im Schlaf: Nach 15 Minuten verfällt der Mensch in den "Deltaschlaf". Jetzt verschiebt das Gehirn Informationen. Das Wissen von Fakten, Vokabeln oder Geschichten wird nun ausgebildet.
Die "Deltaphase" wechselt sich mit der "REM-Phase" im Schlaf ab. Hier ist das Gehirn deutlich aktiver als im Wachzustand. Zahlreiche Schaltkreise werden aktiviert. Die "REM-Phasen" übernehmen die Funktion der Gedächtnisbildung. Für das Abspeichern von Arbeitsabläufen beispielsweise also unverzichtbar.
Der Schlaf fördert die Entwicklung neuer Gedanken. Er verändert Erinnerungen offenbar in einer Art, die das Entdecken neuer Zusammenhänge fördert. Also: Knifflige Probleme des Arbeitsalltags brauchen Zeit und guten Schlaf.
Jeder Mensch hat seine eigene innere Uhr. Das bedeutet für den Arbeitsalltag, das weder Angestellte noch Chefs frei in der Entscheidung sind, was sie wann am besten tun. Weil die meisten Unternehmen früh mit der Arbeit beginnen, haben Frühaufsteher bessere Aufstiegschancen als "Nachteulen".