Frauen warten häufig darauf, dass ihre Leistungen von alleine entdeckt werden. Die völlig falsche Strategie meint Führungscoach Cornelia Topf. Sie gibt Frauen folgende Karrieretipps:
NICHT DAS OPFER SPIELEN: Viele Frauen fühlen sich als Opfer. In der männerdominierten Arbeitswelt gingen sie davon aus, ohnehin nicht weiterzukommen, so Topf und rät, in Gesprächen mit Kollegen nicht auf Mitleid zu setzen. Denn wer das tut, bekomme genau das: Mitleid, aber keine Anerkennung.
EIGENLOB STINKT NICHT: Viele Frauen wollen entdeckt werden. Aber das funktioniere in der Arbeitswelt nicht. "Reden Sie über Ihre Erfolge", rät Topf. "In 30 Sekunden sollte jede Frau ihre Einmaligkeit zeigen können, denn oft hat man dafür nicht mehr Zeit."
ARBEITSBIENEN MACHEN KEINE KARRIERE: Wer still in seinem Büro sitzt und die Papierberge abarbeitet, ist zwar fleißig, auf Dauer aber nicht erfolgreich. "Wirbeln Sie", rät Topf. Dazu gehöre, bei einem prestigeträchtigen Projekt die Hand zu heben, auch wenn Alltagsarbeit dadurch liegenbleibt.
NETZWERKE SIND ARBEIT - BRINGEN ABER WEITER: Nach der Arbeit noch zu einer Verbandssitzung - das hört sich nicht erstrebenswert an. Es bringt den Expertinnen zufolge aber weiter, denn so bekommt man wertvolle Tipps. Netzwerken heißt, auch zu nützlichen Leuten Kontakt zu halten.
MENTOREN KÖNNEN WEITERHELFEN: Ein Mentor ist derjenige, der einem wichtige Tipps für die eigene Karriere gibt. Das können auch kritische Anmerkungen sein. Ob ein Mentor aus der eigenen Firma oder von außerhalb besser ist, hängt von der Situation ab. "Einer aus der Firma kennt die Fallstricke", sagt Topf. Der andere habe dafür einen unvoreingenommenen Blick. Die Wirtschaftsberaterin Prof. Gertrud Höhler aus Berlin rät dagegen von Mentoren ab - zumindest von männlichen. Viele wollten, dass ihr Schützling abhängig und unterlegen bleibt.
KEINE ANGST VOR NEUEN AUFGABEN: In jeder Karriere ergeben sich laut Höhler Möglichkeiten zum Aufstieg. "Frauen sagen dann oft: "Ich kann das nicht", Männer: "Das lern' ich schon noch."" Statt bei einem Angebot aufrichtig unsicher zu reagieren, sollten Frauen sich sagen: "Die Aufgabe, die ich heute noch nicht habe, werde ich können, wenn ich sie habe."