Mehr Qualität am Arbeitsplatz: Lebende Luftreiniger - Pflanzen im Büro
VON FRAUKE WEBER - zuletzt aktualisiert: 15.08.2006 - 15:05Düsseldorf (rpo). Es soll ja Angestellte geben, die mehr Zeit in ihrem Büro verbringen, als in den eigenen vier Wänden. Aber Spaß beseite: Viele Menschen verbringen große Teile ihrer Zeit in Büros. Schade, wenn die Räume dann wenig Behaglichkeit ausstrahlen. Eine günstige wie schnell wirkende Methode: Bringen Sie Grün in Ihr Büro. Und damit ist keine Farbe gemeint.
Gestalten mit Pflanzen – das funktioniert nicht nur auf dem Balkon oder im heimischen Garten. Auch der Arbeitsplatz lässt sich schon mit einigen wenigen Pflanzen viel einladender kreieren. Das Grün strahlt nicht nur eine psychologische Wirkung aus, es hat tatsächlich auch praktischen Nutzen. Denn Pflanzen können dafür sorgen, dass beispielsweise im Winter die Heizungsluft die Räume nicht völlig austrocknet.
Das könnte auch den Arbeitgeber freuen, denn Erkältungsviren habe es dann schwerer, sich auszubreiten. Dabei hilft natürlich kein kleiner Christstern, etwas mehr dürfte es dann schon sein. Am besten wäre natürlich, wenn der Arbeitgeber selbst von der segensreichen Wirkung der Pflanzen überzeugt ist. So ließen sich für verschiedene Räume Konzepte entwickeln, die den Einsatz von Grün planmäßig mit einbeziehen.
Was aber, wenn jeder Mitarbeiter seinen grünen Daumen entdeckt? Natürlich darf in Büros oder auf Fluren kein Dschungel entstehen, der den Zugang zum Computer unmöglich macht. Wer Pflanzen wirklich als nützliche Blickfänge oder praktische Raumteiler in die Bürokonzeption einbauen will, sollte sich natürlich vorher schon Gedanken machen.
Unternehmen wie BMW oder Lamy beispielsweise haben regelrechte Konzepte entwickelt, in denen Pflanzen beim Gesundheitsschutz oder bei sogar bei der Corporate Identity einen wichtigen Part übernehmen. Bei BMW konnten Messdaten sogar wissenschaftlich untermauern, was viele Mitarbeiter ohnehin schon immer geahnt haben: Begrünte Büros sind behaglicher, senken den Lärmpegel, binden Staub und beugen Atemwegserkrankungen vor.
Welcher Pflanzen eignen sich aber nun? Natürlich sollten es keine wild wuchernden Gewächse oder pflegeintensive Zimmerpflanzen sein. Denn irgendjemand sollte die grüne Pracht ja auch noch pflegen. Die Initiative "Plants for People" und auch die Deutsche Heimwerker Akademi haben einige Pflanzen zusammengestellt und dabei auf die Wirkungsweise der verschiedenen Arten geachtet:
Pflanzen, die Formaldehyd abbauen können: Echte Aloe, Grünlilie, Chrysanthemen, Gerbera, Philodendron, Bitterschopf, Drachenbaum
Pflanzen, die Benzol abbauen können: Efeu, Drachenbaum, Ficus Benjamini, Bogenhanf, Einblatt, Graslilie
Pflanzen, die Kohelndioxid abbauen können: Grünlilie oder Efeu
Chemikalien (Lacke, Reinigungsmittel): Ficus Benjamini, Einblatt, Efeu, Bergpalme
Elektrosmog: Säulenkakteen als direkten Nachbarn
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