kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Reallöhne sollen 2009 erstmals wieder steigen: Mehr Geld im Portemonnaie

zuletzt aktualisiert: 02.12.2008 - 16:08

Düsseldorf (RPO). Trotz der Wirtschaftskrise dürften die Beschäftigten 2009 mehr Geld im Portmonee haben. Die Reallöhne sollen nämlich erstmals seit Jahren wieder ansteigen. Das geht aus einer Umfrage bei führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstituten hervor. Im europäischen Vergleich war  Deutschland bislang das Schlusslicht.

Dank der hohen Tarifabschlüsse dieses Jahres und der zu erwartenden niedrigen Inflationsrate im kommenden Jahr könnten die Arbeitnehmer real bis zu 1,5 Prozent mehr Geld verdienen, prognostizieren die Experten. Sie bestätigten damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung.

Roland Döhrn, Tarifexperte des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen, macht eine einfache Rechnung auf: Schon dank der bislang vereinbarten Tarifabschlüsse sei für 2009 mit Tariflohnsteigerungen von rund 2,5 Prozent zu rechnen. Gleichzeitig sei die Inflationsrate stark rückläufig. "Wenn auf den Energiemärkten nichts Dramatisches passiert, dürfte die Inflationsrate 2009 etwa bei einem Prozent liegen", meint der Experte. Unter dem Strich bleibe damit ein Plus von 1,5 Prozent übrig. Ähnlich sieht das Kai Carstensen vom Münchner ifo-Institut. "Das reale Lohnplus dürfte 2009 bei 1,5 Prozent liegen", zitierte ihn die "Bild"-Zeitung.

Effektivlöhne dürften geringer steigen als Tariflöhne

Doch gibt es einen Haken bei der Sache: Zwar werden Beschäftigte mit sicheren Arbeitsplätzen wohl in den vollen Genuss dieses Zuschlags kommen. In Branchen wie der Automobilindustrie dürften Kurzarbeit und Lohnzugeständnisse der Gewerkschaften aber zu Lohneinbußen führen. Die effektiven Löhne - also das was am Ende wirklich auf dem Lohnzettel steht - dürften deshalb im kommenden Jahr durchschnittlich geringer steigen als die Tariflöhne erwarten lassen, sagt Döhrn voraus.

Das glauben auch die Tarifexperten des gewerkschaftsnahe Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Sie erwarten einen Reallohnanstieg von netto knapp einem halben Prozent.

Deutschland Schlusslicht bei Reallohnentwicklung

Sicher ist das Plus in der Lohntüte ohnehin noch nicht. "Eine Prognose für das nächste Jahr halte ich für völlig verfrüht. Kein Mensch weiß, wie extrem sich die Energiepreise ändern", warnt etwa der Tarifexperte des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft, Hagen Lesch.

Nach einer Untersuchung des WSI ist Deutschland bei der Reallohnentwicklung europäisches Schlusslicht. Nach einer im September veröffentlichten Studie des Instituts gingen die Reallöhne in der Bundesrepublik zwischen 2000 und 2008 um 0,8 Prozent zurück, während sie den Niederlanden, Schweden, Finnland, Dänemark, Großbritannien, Irland und Griechenland um 12,4 bis 39,6 Prozent stiegen.

Ein wichtiger Grund für diese schwache Reallohnentwicklung in Deutschland liegt der WSI-Analyse in der sogenannten negativen Lohndrift. Während in anderen Ländern die Effektivlöhne häufig deutlich stärker anstiegen als die Tariflöhne, sei es in der Bundesrepublik in den letzten Jahren zumeist umgekehrt gewesen: Die Beschäftigten bekamen den Angaben zufolge im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt niedrigere Lohnerhöhungen, als in den Tarifverträgen vereinbart wurde. Wesentliche Ursachen dafür seien die rückläufige Tarifbindung sowie Möglichkeiten, auf betrieblicher Ebene von tarifvertraglichen Standards nach unten abzuweichen.

Quelle: ap

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Brüssel gibt Spanien Atempause

Mehr Zeit zum Sparen

Brüssel gibt Spanien Atempause

Spanien soll nach dem Willen der EU-Kommission mehr Zeit zum Sparen bekommen. mehr 

Gute Nachrichten auch für Bulgarien und Ungarn

EU stellt Defizitverfahren gegen Deutschland ein

Die EU-Kommission hat empfohlen, Deutschland von der Liste der Haushaltssünder zu streichen. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Mehr Zeit zum Sparen

Brüssel gibt Spanien Atempause

Gute Nachrichten auch für Bulgarien und Ungarn

EU stellt Defizitverfahren gegen Deutschland ein

Trassen sollen auch durch NRW führen

Vier lange Stromautobahnen geplant

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten

Mehr Zeit zum Sparen

Brüssel gibt Spanien Atempause

Spanien soll nach dem Willen der EU-Kommission mehr Zeit zum Sparen bekommen. mehr

 

Streitpunkt Vorratsdaten

EU-Kommission wird Deutschland verklagen

Die EU-Kommission wird Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) verklagen. mehr

 
 

Ramsauers Vorschlag abgeblockt

Merkel erteilt Pkw-Maut klare Absage

 

"Dänen"-Ampel in Schleswig-Holstein

Grüne bekommen Finanzministerium in Kiel

 

13 Männer gefesselt und erschossen

Neues Massaker in Syrien

 

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

 

Möglicher Militäreinsatz in Syrien

USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Strom-Rechner

kWh
vergleichen