Tipps gegen die Versagensfurcht: Prüfungsangst muss nicht sein
zuletzt aktualisiert: 25.02.2004 - 10:56Überwinden kann man Prüfungsangst, indem man an der angsterzeugenden Einstellung arbeitet. Am besten ist es, sich erst gar keine Vorstellungen darüber zu machen, wie die Prüfung wohl ablaufen wird, sich kein Bild darüber zu machen wie der Prüfer vor dem Studi sitzt und auch gar nicht darüber wie der Prüfling auf sein gegenüber wirkt. Das steigert die Angst unnötig ins Unermessliche.
Wer innerlich grundsätzlich entspannt ist, wer sich körperlich wohl fühlt, der kommt auch mit unangenehmen Dingen besser zurecht. Darum: Auch an das körperliche Wohlbefinden denken.
Hilfsdienste und Anlaufstellen
Es ist keine Schande, mit den Ängsten nicht mehr alleine klar zu kommen. An vielen Universitäten gibt es psychologische Dienste oder Anlaufstellen, die man in Anspruch nehmen kann. Neben Beratungsgesprächen können angstgetriebene Studis auch in speziellen Trainings versuchen, ihre Einstellung zu ändern und die Ängste in den Griff zu bekommen. Hier gibt es Einzelschulungen oder auch solche in einer Gruppe. "Als erstes wird dem Betroffenen klar gemacht, dass er nicht der einzige mit einer solchen Angst ist", erklärt die Bonner Diplom-Psychologin Claudia Kerp aus ihrer eigenen Erfahrung und Seminarpraxis. Man setzt bei einem solchen Seminar an den Gedanken an, außerdem werden Arbeitspläne aufgestellt und Rollenspiele abgehalten. In diesen Rollenspielen werden Prüfungssituationen dargestellt und versucht, die Betroffenen so an diese Situation zu gewöhnen und die Angst zu überwinden. Weitere Methode: Entspannungs- und Atemübungen.
Das kann man dagegen tun:
- Sie sollten sich bewusst machen, dass Ihre Leistungen nichts mit Ihren persönlichen Eigenschaften zu tun haben.
- Kurz vor einer Prüfung sollten Sie nicht mehr lernen, weil dies die Angst und die Aufregung verstärkt. Sie sollten ein so genanntes Katastrophendenken meiden. Konzentrieren Sie sich auf die Aufgabenstellung und nicht auf Misserfolge von früher.
- Melden Sie sich bei Übungen und öffentlichen Veranstaltungen oft zu Wort. Belohnen Sie sich nach einer Prüfung und machen Sie sich eine Freude.
- Gehen Sie auf keinen Fall mit leerem Magen in die Prüfung. Auch ihr Gehirn braucht "Nahrung". Dazu eignet sich allerdings auch kein 4-Gänge-Menü.
- Gehen sie einem ausgewogenen Freizeitprogramm nach: Sport kann da nicht schaden. Er sorgt oft für Abbau von Frust und Adrenalin und gleicht aus.
- Besonders anfällig für Prüfungsangst sind Menschen, die dazu neigen ein sehr hohes b.z.w ein überhöhtes Anspruchsniveau haben, Menschen, die zu negativen Selbstkritik neigen und Menschen, die durch Furcht vor Misserfolgen geprägt sind.
Wer mit Entspannungstechniken und guter Vorbereitung nicht mehr weiterkommt, der ist auf professionelle Hilfe angewiesen, die er sich auch auf jeden Fall holen sollte.
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