Studie zu Einkommen und Abgaben: Single-Eltern bleibt nur wenig Geld zum Leben
zuletzt aktualisiert: 21.04.2009 - 16:21Hannover (RPO). Eine neue Studie des RWI untersucht, wieviel Geld den Deutschen nach Abzug aller Fixkosten zum Leben bleibt. Zu den großen Verlierern der Untersuchung zählen alleinerziehende Eltern. Ihnen bleiben im Schnitt 578 Euro zum Leben. Am oberen Ende der Skala stehen kinderlose Paare. Aber auch andere Faktoren sind bedeutend.
Durchschnittlich müssten alleinerziehende Mütter und Väter 70 Prozent ihres Nettoeinkommens für lebensnotwendige Ausgaben einplanen, teilte der Finanzdienstleister AWD am Dienstag in Hannover unter Berufung auf eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) mit. Zur freien Verfügung blieben ihnen 578 Euro. Kinderlose Paare hingegen hätten nach Steuern, Abgaben und unvermeidbaren Kosten wie Miete und Energie am meisten Geld übrig. Die lebensnotwendigen Ausgaben schlügen bei ihnen nur mit 46,8 Prozent zu Buche.
Insgesamt hätten die deutschen Haushalte vor Steuern, Abgaben und den lebensnotwendigen Ausgaben monatlich im Schnitt 3471 Euro zur Verfügung, teilte AWD mit. Nach Steuern und Abgaben seien es noch 2706 Euro, und abzüglich aller anderen unvermeidbaren Ausgaben könnten Haushalte monatlich noch rund 1345 Euro ausgeben.
Das frei verfügbare Einkommen hänge stark vom Wohnort und der Stellung der Haushalte ab, teilte AWD mit. Kinderlosen Paaren in Bayern bleibe unterm Strich am meisten von ihrem Nettoeinkommen. Alleinerziehende Mütter und Väter in Sachsen-Anhalt dagegen könnten "monatlich kaum die lebensnotwendigen Ausgaben decken".
Insgesamt bleibe bayerischen Haushalten nach Abzug aller Steuern, Abgaben und anderen notwendigen Ausgaben monatlich mit 1631 Euro oder 54,2 Prozent des Nettoeinkommens am meisten, teilte AWD mit. Schlusslichter seien die Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern mit 40,6 Prozent. Diese hätten pro Monat nur 869 Euro zur freien Verfügung.
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