Ältere Bewerber sollten ihre Kompetenzen selbstbewusst in der Bewerbung präsentieren. Wir geben einige Tipps.
Erfahrung richtig verkaufen: Ein höheres Alter spricht für sich, wenn es um Erfahrung geht? Das ist ein Denkfehler. "Alter ist kein Merkmal, das qualifiziert", sagt Bewerbungsberater Gerhard Winkler. Ältere müssen ihre Berufserfahrung konkret beschreiben. Sie schreiben also besser nicht "Ich arbeite schon 30 Jahre in dem Beruf" oder listen den Werdegang chronologisch auf.
Erfahrung richtig verkaufen: Besser sei es, fachlich zu argumentieren. Dazu nennen Bewerber ihre Kompetenzen und belegen sie anhand einzelner beruflicher Stationen. Dabei kommt es auch auf die Wortwahl an: "Langjährig" sei ein Unwort in Bewerbungen. "Das klingt wie in einer Rede zu einem Firmenjubiläum." Besser sei das Wort "mehrjährig".
Flexibel sein: Mancher ältere Bewerber mache den Fehler, sich auf eine berufliche Position zu versteifen, hat Winkler beobachtet. Es bringe aber nichts, nur zu warten, bis das passende Jobangebot kommt. "Man muss über den Tellerrand schauen und auch bereit sein, Kompromisse zu machen." Das könne auch bedeuten, berufliche Aufgaben zu übernehmen, die weniger anspruchsvoll sind als im letzten Job.
Weiterbilden: Ältere Bewerber müssten sich klarmachen, "was der Markt verlangt an Wissen und Können", erklärte Winkler. Gut komme es an, wenn Bewerber zum Beispiel ihre Englischkenntnisse auffrischen. "Das wird heute erwartet, dass man Englisch mündlich und schriftlich beherrscht."
Weiterbilden: Auch mit Kursen zu gängigen Büroprogrammen oder Software für die Finanzbuchhaltung könnten Bewerber punkten. Daneben werde es aber auch gerne gesehen, wenn Ältere ein Kommunikationstraining besucht haben und somit im Präsentieren und Moderieren geübt sind.