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Berufswahl: Trotz Krise den richtigen Job finden?

zuletzt aktualisiert: 02.06.2009 - 14:29

Düsseldorf (RPO). Augen auf bei der Berufswahl - der alte Spruch gilt in wirtschaftlich unsicheren Zeiten mehr denn je: Welche Ausbildung, welches Studium bietet langfristig sichere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt? Und welcher Weg bugsiert einen garantiert ins Aus? Wir zeigen, wie man bei der Berufswahl vorgeht.

Wer in Deutschland mit der Schule fertig ist, hat bei der Berufs- und Studienwahl die Qual der Wahl: Neben 344 staatlich anerkannten betrieblichen Berufsausbildungen gibt es derzeit etwa 12.700 Studiengänge und -fächer. Zirka 390 staatliche und private Hochschulen werben um die Gunst der Abiturienten, zudem entstehen immer neue Studiengänge. Tatsache ist: Bei dem unüberschaubaren Angebot fällt es Schulabgängern schwer, den Blick in die richtige Richtung zu lenken.

Berufsberater raten Schülern daher erstmal, die eigenen Interessen und Wünsche zu erkunden, statt auf der Suche nach Informationen planlos im Internet herumzusurfen und sich von den vielen Möglichkeiten verwirren zu lassen. An erster Stelle steht dabei die Frage nach den Themen, die einen besonders beschäftigen und Spaß machen. Ein Tipp dazu ist, regelmäßig ein Tagebuch führen, in das man regelmäßig eigene Beobachtungen einträgt.

Orientierung braucht Zeit

Experten warnen zudem vor übereilten Entscheidungen: Berufswahl ist ein Prozess, der Zeit braucht und nicht von Heute auf Morgen entschieden werden darf. Wer wert auf einen krisensicheren Job legt, kann in überregionalen Zeitungen regelmäßig die Stellenanzeigen zu den relevanten Berufen lesen und so herausfinden, auf welche Studiengänge Arbeitgeber besonders achten.

Dann kann man zielgerichtet Informationen im Internet recherchieren. Eine erste Anlaufstelle ist dabei das Berufenet der Bundesagentur für Arbeit. Denn hier findet man Beschreibungen von Tätigkeiten und Aufgaben von über 3000 Berufen und erhält Informationen über Zukunftsperspektiven und Verdienstmöglichkeiten. Aber nicht nur das: Berufenet zeigt auch, welche Ausbildung man machen muss, um zu seinem Wunschberuf zu gelangen, nennt Alternativen und bietet Hinweise auf weitergehende Informationsquellen wie Hochschulen, Berufsverbände oder Stellenanzeigen.

Wer sich hingegen informieren möchte, welche Studiengänge es an welchen Hochschulen gibt, kann sie sich in der Datenbank von www.studienwahl.de einen Überblick verschaffen. Allerdings sollte man auch abgleichen, ob das angestrebte Studium tatsächlich den eigenen Vorstellungen entspricht. Ein Möglichkeit dazu ist, sich berufliche Vorbilder zu suchen, Eltern, Verwandte, Freunde oder Menschen, die man in Businessnetzwerken wie Xing anspricht, und diese über ihren Werdegang auszufragen. Auch ein Praktikum und eigene Erfahrungen können helfen, mehr über den Wunschberuf herauszufinden.

Natürlilch ist es auch wichtig, sich darüber zu informieren, welche Anforderungen in einem Studium auf einen zukommen und ob man diesen gewachsen ist - zum Beispiel in den Prüfungsordnungen der Hochschulseiten. Denn viele Studienanfänger haben falsche Erwartung an ihr Fach und brechen dann schneller ein Studium ab.

Unis informieren vor Ort

Einige Hochschulen bieten Schülern auch die Möglichkeit, als Schnupperstudierende an den regulären Hochschulveranstaltungen teilzunehmen und dabei Kontakt zu künftigen Kommilitonen aufzunehmen sowie die Räumlichkeiten erkunden. An fast allen Hochschulen finden zudem regelmäßig Hochschulinformationsveranstaltungen, Vorträge oder ganze Sommeruniversitäten statt, die Schülern zeigen, was an der Hochschule passiert.

Immer mehr Hochschulen bieten Studienbewerbern auch virtuelle Studienberatungen, Web-Basierte Eignungstests oder Self-Assessments an, die helfen können, mit falschen Vorstellungen von einem Studienfach aufzuräumen. Die Ergebnisse eines Online-Tests sollte man aber auf jeden Fall noch mit einem Berater besprechen.

An den sollte sich ohnehin jeder wenden, der bei der Eigenrecherche nicht weiterkommt. Kostenlose Beratung gibt es bei der Arbeitsagentur oder den Hochschulen, daneben bieten aber auch zahlreiche private Studienberater gegen Bezahlung ihre Dienste bis hin zu einem mehrmonatigen Coachingprozess an. Die Qualität der Beratung kann dabei sehr unterschiedlich sein: Interessierte sollten vorab die Inhalte der Beratung genauestens mit dem Berater absprechen.


 
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