Job-Knigge: Tür aufhalten nicht nur für Frauen
zuletzt aktualisiert: 27.08.2010 - 09:48Norderstedt (RPO). "Nach Ihnen, bitte!" Einer Kollegin oder Geschäftspartner die Tür aufzuhalten, ist nicht nur eine nette Geste, sondern zeugt auch von Höflichkeit. Doch gibt es hierbei Verhaltensregeln zu beachten?
Anders als beim förmlichen Vorstellen von Kollegen gibt es beim Türaufhalten keine feste Rangordnung. Vielmehr wird aus der Situation heraus entschieden. Das heißt, wer vorne geht, öffnet für die anderen die Tür. Bei der nächsten Tür übernimmt das dann ein anderer, erklärt Bettine Angerer, Etikette-Trainerin aus Norderstedt, die prinzipell jedem die Tür aufhält, auch dem Azubi.
Ganz anders verhält es sich für den Gastgeber einer Gruppe. "Wenn klar ist, dass es einen Gastgeber gibt, dann übernimmt er das Türaufhalten für seine Gäste", erklärt Angerer. "Ansonsten würde ich das unter praktischen Gesichtspunkten entscheiden." Klar ist allerdings: Wer vorne ist und sich dann von anderen die Tür aufhalten lässt, macht nicht die beste Figur.
Hierarchie statt Galanterie
Doch wie sieht es mit der alten Regel aus, dass der Mann für die Frau die Tür aufhalten sollte? Das ist im allgemeinen nicht mehr gültig. Im Büroalltag gibt es eigentlich keine Situationen mehr, in denen Frauen bevorzugt werden, sagt Angerer. Denn im Büroalltag herrscht die Hierarchie nach Rangfolge.
"Ladies First" gilt aber durchaus noch, wenn zwei gleichrangige Kollegen vorgestellt würden. Dann könne es immer wieder vorkommen, dass nach dem alten Motto entschieden werde, so die Etikette-Trainerin.
Viele Fehler werden in Begrüßungssituationen gemacht, weil die Personen zu unüberlegt handeln. Herzlichkeit macht diese Verstöße gegen die Etikette aber meistens wett, so die Expertin.
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