kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Machtspiele: Wenn der Chef die Muskeln spielen lässt

zuletzt aktualisiert: 10.11.2008 - 11:12

Düsseldorf (RPO). Der Chef hat immer recht - und wer widerspricht, muss um seinen Job fürchten. Doch ist das wirklich so? Oft können Arbeitnehmer den Machtspielen des Chefs gezielte rhetorische Kniffe entgegensetzen - wir zeigen, wie es geht.

Ohne Zweifel: Ein Chef hat Macht, denn er hat Einfluss auf Verdienst, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und Arbeit seiner Mitarbeiter. Macht an sich ist nicht negativ – Chefs haben ja auch viel Verantwortung. Aber es ist schlecht, wenn Vorgesetzte ihre Macht benutzen, um ihre Wünsche durchzusetzen, etwa indem sie mit Abmahnung, Kündigung, Versetzung oder Nichtbeförderung drohen. Dabei sind die wenigsten Chefs von Natur aus böse. Wenn ein Vorgesetzter seine Macht spielen lässt, dann meist, weil er selbst nicht mehr weiter weiß. Und drohen geht eben schneller als diskutieren.

Eine typische Situation im Job: Der Chef will, dass der Mitarbeiter mehr leistet und länger arbeitet. Statt das einfach zu sagen, droht er: „Ich habe Ihnen bereits letzte Woche gesagt, dass Sie sich mehr anstrengen müssen. Wenn Sie das nicht endlich tun, können Sie Ihre Beförderung vergessen. Das ist eine Dienstanweisung. Nehmen Sie das ernst!“ Was tun?

Kurzfristig besteht die beste Option darin, nachzugeben und die Anweisung zu befolgen. Den wenn derart offensiv eine Drohung ausgesprochen wird, zieht ein Mitarbeiter, der widerspricht, auf jeden Fall den Kürzeren. Wer allerdings immer brav macht, was der Chef verlangt, bleibt sich selbst nicht treu und läuft Gefahr, irgendwann nicht mehr ernst genommen zu werden.

Doch sich zu widersetzen ist nicht einfach, denn die Folgen können gravierend sein - und das macht Angst. Da kann es helfen, seine Ängste zu hinterfragen, um sich darüber klar zu werden, wie weit ein Chef wirklich gehen kann. Etwa: Warum habe ich eigentlich genau Angst? Was kann im schlimmsten Fall passieren, wenn ich so reagiere, wie ich möchte? Wie gehe ich dann damit um? Und: Ist dieser schlimmste Fall wirklich so schlimm? Man sollte auch überlegen, ob es Situationen gab, in denen man keine Angst vor der Macht des Chefs hatte und was dort anders war. Und wie man dem Chef begegnen würde wenn man keine Angst mehr hätte.

Solche Überlegungen helfen, festzulegen, bis zu welchem Punk man sich der Macht des Chefs unterwirft - und wo die Grenzen liegen. Beispielsweise kann man für sich definieren: "Ich bin bereit, abends länger zu arbeiten, um das geforderte Leistungspensum zu schaffen. Aber auf keinen Fall will ich auch am Wochenende in die Firma kommen. Denn: "Ich wünsche mir zwar eine Beförderung, aber nicht um jeden Preis!"“ Auf diese Weise weigert man sich, das Machtspiel mitzuspielen und macht sich bis zu einem gewissen Grad von der Macht des Chefs unabhängig. Aber natürlich muss man auch bereit sein mit den Konsequenzen zu leben.


 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Angestellte nutzen Privatgeräte auch im Job

Studie

Angestellte nutzen Privatgeräte auch im Job

Viele Unternehmen können oder wollen mit dem rasanten technischen Fortschritt nicht mithalten. Weil die Mitarbeiter von zu Hause aber Rechne ... mehr 

Der Wandel des Buchhandels

Vormarsch der Online-Riesen

Der Wandel des Buchhandels

Immer mehr Menschen kaufen ihre Bücher bei Online-Buchhändlern. Das Buch ist mittlerweile das populärste Produkt im Netz. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Vormarsch der Online-Riesen

Der Wandel des Buchhandels

Lebensmittel immer teurer

Discounter erhöhten Preise 2011 deutlich

Zu späte Informationen über Rückrufe

Drei Millionen Dollar Strafe für BMW

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Gefallener Stern: Whitney Houston ist tot

Die Sängerin starb im Alter von nur 48 Jahren. Sie wurde in einem Hotel in Beverly Hills gefunden. Houston hatte lange mit Rauschgift- und ... mehr 

Top-Services

Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
 
Politik-Nachrichten
fSAT_EUROPE__FLIP__5833517_0.jpg

Gewalt in Syrien

Assads Truppen setzen Offensive fort

Vor einem Treffen der Arabischen Liga zur Krise in Syrien haben Regierungstruppen erneut Ortschaften unter Beschuss genommen. mehr

 
Der CDU-Politiker Marco Wanderwitz bringt eine Sonderabgabe für Kinderlose ins Gespräch.

Plan von jungen CDU-Abgeordneten

Kinderlose sollen Sonderabgabe zahlen

Zur Entlastung der Kranken- und Plegeversicherung hat eine Gruppe junger Unionsabgeordneter eine Sonderabgabe für Kinderlose gefordert. mehr

 

Posten des FDP-Bezirkschefs in Köln

Lindner steht offenbar vor Comeback

 

US-Republikaner suchen Präsidentschaftskandidat

Romney gewinnt Vorwahlen in Maine

 

Tag der Entscheidung in Duisburg

Sauerland muss um sein Amt zittern

 

Bundespräsident wird zum Pointengeber

Wulff - der Witz der Session

 

US-Anti-Drogen-Behörde DEA

Beweise für Korruption in Mexiko

 

Proteste in Griechenland gegen Sparplan

"Nieder mit der Erpressung durch die Troika"

Strom-Rechner

 kWh
vergleichen