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Versöhnliche Worten im Handelsstreit
Dax auf Erholungskurs

Versöhnliche Worten im Handelsstreit: Dax auf Erholungskurs
Blick in den Handelssaal der Frankfurter Börse. (Archiv) FOTO: rtr, FW1/Hugh Lawson
Frankfurt. Nachdem sich US-Präsident Trumps Wirtschaftsberater milde zu China geäußert hat, setzt der Dax am Donnerstag zur Erholung an. Gestützt werden die hiesigen Märkte auch vom schwachen Euro.

Nach milden Tönen aus Washington im Handelskonflikt mit China hat sich der Erholungstrend am deutschen Aktienmarkt vom Mittwochnachmittag am Donnerstag fortgesetzt. Der Dax kletterte gegen Ende der ersten Handelsstunde um 1,89 Prozent auf 12 184,24 Punkte.

Zu verdanken ist die positive Tendenz vor allem der Wall Street, die am Vorabend ins Plus gedreht war. Positiv wirkten sich dabei milde Töne von Donald Trumps neuem Chef-Wirtschaftsberater Larry Kudlow zum Handelskonflikt mit China aus. Am Markt setzte sich die Ansicht durch, dass die US-Regierung einen Großteil der geplanten protektionistischen Maßnahmen womöglich doch nicht umsetzt.

Gestützt wurden die Märkte außerdem vom schwachen Euro, der sich über Nacht unter der Marke von 1,23 US-Dollar etablierte - und so die Exportbedingungen für die europäischen Unternehmen erleichtern kann.
Vor diesem Hintergrund kletterte der MDax um 1,63 Prozent auf 25 541,87 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es ebenfalls deutlich aufwärts.

Börsengang von Godewind 

Der zuletzt besonders stark gebeutelte Technologiewerte-Index TecDax rückte sogar um 2,66 Prozent auf 2489,94 Punkte vor. Die Erholung im Sektor wirkte sich auch bei einem Dax-Wert merklich aus:
Infineon-Aktien gehörten dort mit einem Anstieg um 2,3 Prozent zum vorderen Drittel. Verlierer gab es im Leitindex keine.

Für Gesprächsstoff sorgte außerdem ein Börsengang: Das Immobilienunternehmen Godewind startete mit 3,60 Euro trübe in den Handel. Der Angebotspreis für die knapp 94 Millionen Papiere aus einer Kapitalerhöhung hatte bei 4 Euro gelegen. Der Immobiliensektor hinkte dem positiven Marktumfeld am Donnerstag allerdings auch europaweit etwas hinterher.

Wie schon an den vergangenen Tagen war die Nachrichtenlage auf Unternehmensseite in der kurzen Woche nach Ostern eher dünn. So sorgten vor allem Analystenkommentare für Aufmerksamkeit. Die Aktien von Hypoport etwa sorgten im SDax mit einem Satz nach oben um fast 5 Prozent für Aufsehen. Hier half eine Kaufempfehlung der Commerzbank, die die Aktie neu in die Bewertung aufgenommen hat.

(csr/dpa)
 
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