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Berlin
Bosch sagt Google zur Messe Ifa den Kampf an

Berlin. Die deutschen Hersteller wie Bosch oder Siemens wollen US-Konzernen wie Google die Dominanz über das vernetzte Haus (Smart Home) nicht überlassen. Dies erklärte gestern etwa Peter Schnaebele, Chef des für die Vernetzung von Privathaushalten zuständigen Bereiches bei Bosch. Das Unternehmen wolle über die "Bosch-Cloud" einen deutschen Standard für die Vernetzung von Häusern durchsetzen, der sich mit einer höheren Datensicherheit von ähnlichen Angeboten aus den USA unterscheiden soll. "Es geht nicht um eine Bosch-Lösung, es geht um ein Ökosystem", betont Schnaebele anlässlich der am Freitag beginnenden Internationalen Funkausstellung.

Das Interesse anderer Firmen an einer Zusammenarbeit sei groß: "Wir können gar nicht alle Partner integrieren, die mitmachen wollen", so Schnaebele. Immerhin drängt Google mit der Haustechnikfirma Nest auch in das Geschäft mit der Vernetzung von Häusern vor.

Dabei stellen auf der Messe alle großen Hausgeräte-Anbieter die vernetzten Fähigkeiten ihrer neuen Geräte in den Mittelpunkt. So bringt Siemens ein Kochfeld auf den Markt, das sich per Smartphone steuern lässt und auch die Dunstabzugshaube aktiviert.

"In spätestens drei bis fünf Jahren wird jedes Gerät vernetzt sein", sagte Schnaebele. Die Branche muss viel Überzeugungsarbeit leisten: Bisher ist in Europa höchstens jedes 30. Haushaltsgerät vernetzt. Für die Kunden kann der Trend teuer werden: Während bisherige Geräte immer billiger werden, kosten vernetzte Modelle oft 50 Prozent Aufschlag.

(rky)
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