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London
Brexit-Minister: EU-Bürger müssen gehen

Brexit - das Netz nimmt's mit Humor: "007 braucht jetzt ein Visum"
Brexit - das Netz nimmt's mit Humor: "007 braucht jetzt ein Visum"
London. David Davis lehnt Bleibegarantie für neuzugezogene Bürger ab.

Ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in Großbritannien könnte den noch vor dem Brexit ins Land einreisenden EU-Bürgern verwehrt werden. Das kündigte Brexit-Minister David Davis an. Er wies zwar Spekulationen zurück, dass alle drei Millionen EU-Bürger Großbritannien verlassen müssten. Denkbar sei aber, dass man eine Frist setze - zumal die Verhandlungen über den Brexit Jahre dauern sollen. "Es könnte sein, dass wir sagen müssen, das Recht zum unbegrenzten Aufenthalt könnte nur bis zu einem bestimmten Datum gelten", sagte er der "Mail on Sunday". Davis gilt als entschiedener Kritiker der Europäischen Union. In seinem neu geschaffenen Amt soll er den Austritt Großbritanniens aus der EU regeln. Auch die neue Premierministerin Theresa May fürchtet, dass es bis zum endgültigen Ausstieg des Landes zu einer Einreisewelle kommt.

Bei Gesprächen über künftige Handelsbeziehungen will Großbritannien Tempo machen. Handelsminister Liam Fox hat mit Kanada bereits "sehr erfolgreiche" Gespräche geführt. Er kündigte an, bald zu Gesprächen in die USA zu reisen. Der australische Premierminister Malcolm Turnbull will möglichst rasch einen Freihandelspakt mit Großbritannien vereinbaren. Ein Telefongespräch mit ihm am Samstagabend sei sehr ermutigend verlaufen, so die Premierministerin.

Heute wird der neue Außenminister Boris Johnson erstmals zu einem Treffen mit seinen europäischen Amtskollegen nach Brüssel kommen. Johnson war einer der größten Befürworter des Brexits, ist in der neuen Regierung aber nur für die allgemeine Außenpolitik zuständig.

Quelle: RP
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