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London
Briten erhöhen erstmals seit 2007 den Leitzins

London. Die britische Notenbank hat die erste Zinserhöhung seit zehn Jahren gewagt. Die Bank of England hebt den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geldinstitute um einen Viertelpunkt auf 0,5 Prozent an. Die Entscheidung fiel mit sieben zu zwei Stimmen. Die Zentralbank hatte den Leitzins im August 2016 nach dem Brexit-Schock auf das historisch niedrige Niveau von 0,25 Prozent gesenkt. Die Notenbank reagiert nun mit der Rolle rückwärts auf die stark anziehende Inflation auf der Insel, die an der Kaufkraft der Briten nagt.

Seit dem EU-Austrittsvotum vom Juni 2016 hat das Pfund deutlich abgewertet, was Importe verteuert und so die Preise anheizt. Mittlerweile liegt die Teuerung mit drei Prozent weit über der Zielmarke der Notenbank. Die Londoner Börse weitete ihre Gewinne aus, beim Pfund strichen die Anleger dagegen Gewinne ein. Die britische Währung rutschte ab auf 1,3125 Dollar. Analyst Craig Erlam erläuterte, dass in den Kommentaren der Notenbank keine Hinweise auf weitere Zinserhöhungen erkennbar seien.

(rtr)
 
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