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Brüssel
Brüssel legt neue Regeln für Online-Zahlungsverkehr vor

Brüssel. Online-Geldtransfers in Europa sollen nach dem Willen der EU-Kommission künftig sicherer werden. Demnach sollen in Zukunft etwa beim Zugriff auf Online-Konten oder bei Internet-Überweisungen mindestens zwei unabhängige Sicherheitsschritte erforderlich werden. Dies können eine Karte oder ein Mobiltelefon kombiniert mit einem Passwort oder PIN-Code oder auch mit einem biometrischen Erkennungsmerkmal wie etwa einem Fingerabdruck sein, wie die Behörde mitteilte. Damit solle die Missbrauchsgefahr reduziert werden. Allerdings sind eine Reihe von Ausnahmen vorgesehen, etwa bei Zahlungen geringer Summen.

Die nun konkretisierten Vorschriften sollen im Rahmen der sogenannten PSD2-Richtlinie gelten. Die "Payment Service Directive" bricht das Monopol der Banken beim Zugriff auf Kontodaten. Künftig müssen sie auch Drittanbietern wie Fintechs den Zugriff auf Konten und Daten ihrer Kunden ermöglichen - allerdings nur, wenn die Kunden ausdrücklich zugestimmt haben. Die Richtlinie soll 2018 in Deutschland in nationales Recht umgesetzt werden. Banken haben 18 Monate Zeit, die Bestimmungen einzuführen.

Der europäische Verbraucherverband Beuc kritisierte, dass es zu viele Ausnahmen gebe. "Zum Beispiel sind alle Transaktionen unter 30 Euro ausgenommen", sagte Beuc-Chefin Monique Goyens. Für Europapolitiker Markus Ferber (CSU) gehen die Vorschläge hingegen in die richtige Richtung.

(dpa)
 
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