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Rente
Bsirske hält Beitragssatz von 26 Prozent für denkbar

Berlin. Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft, Frank Bsirske, hat eine schrittweise jährliche Erhöhung des Rentenbeitragssatzes um 0,2 Prozentpunkte des Bruttolohns angeregt. So soll auch jüngeren Generationen ein hohes Rentenniveau garantiert werden.

"Es ist vertretbar, den Beitragssatz schrittweise Jahr für Jahr anzuheben, zum Beispiel um jeweils 0,2 Prozentpunkte", sagte Bsirske unserer Redaktion. Nach dem Willen der Politik sollten Arbeitnehmer schon heute neben ihren Rentenbeitragszahlungen mit zusätzlichen vier Prozent ihres Einkommens private Altersvorsorge betreiben, etwa mit einer Riester-Rente. "Wer davon Gebrauch macht, zahlt heute schon mehr als 13 Prozent für die Altersvorsorge", sagte Bsirske.

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will im November ein Gesamtkonzept für die Alterssicherung vorlegen. Sie hatte erklärt, sie wolle verhindern, dass das Rentenniveau für künftige Rentnergenerationen ab 2030 immer weiter absinke, und eine "Haltelinie" einziehen. Nach einer Prognose ihres Ministeriums dürfte das Rentenniveau von derzeit 47,8 Prozent des Durchschnittslohns auf rund 44 Prozent im Jahr 2030 und auf 41,6 Prozent im Jahr 2045 abrutschen.

"Wenn sich der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung längerfristig an dem Wert orientiert, der sich heute ohnehin schon für die Arbeitnehmer in der Kombination von gesetzlicher Rente und Riester-Rente bemisst, und die Arbeitgeber sich wieder paritätisch an der Finanzierung beteiligen, ist ein höheres Rentenniveau finanzierbar", sagte Bsirske.

Folgt man seiner Argumentation, würde der Rentenbeitrag auf 26 Prozent steigen – mindestens 13 Prozent Arbeitnehmeranteil plus 13 Prozent vom Arbeitgeber. Damit, so Bsirske, werde längerfristig auch ein hohes Rentenniveau von 50 Prozent des Durchschnittslohns möglich sein. Die Zahlungen in die Riester-Rente würden dann obsolet.

 

(mar)
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