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Frankfurt
Bund verdient Geld mit zehnjährigen Staatsanleihen

Frankfurt. Erstmals in der Geschichte hat der Bund mit der Aufnahme neuer langfristiger Schulden Geld verdient. Gestern wurde eine zehnjährige Anleihe herausgegeben, bei der unter dem Strich eine "Rendite" von durchschnittlich minus 0,05 Prozent herausspringt. Das teilte die Bundesbank mit. Der Staat habe zu diesem Zinssatz Schulden in Höhe von gut vier Milliarden Euro aufgenommen. Deutsche Staatspapiere werfen für Investoren seit Längerem sehr geringe Erträge ab. Dieses Phänomen ist nicht erst seit dem Brexit-Votum bekannt.

Seit Beginn der Euro-Schuldenkrise flüchten Investoren immer wieder in sichere Anlagen, bei denen sie zumindest nicht riskieren müssen, ihr Kapital zu verlieren. Experten begründen die Entwicklung auch mit der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Im Kampf gegen die niedrige Inflation und das schwache Wachstum in der Eurozone kauft sie im großen Stil Anleihen: Jeden Monat pumpt sie so 80 Milliarden Euro in die Finanzmärkte. Zudem hat sie ihren Leitzins im März auf null Prozent gesenkt.

(dpa)
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