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25.000 neue Sozialwohnungen
"Deutschland ist nicht fertig gebaut"

Bundesbauministerin: 25.000 neue Sozialwohnungen in Deutschland
Barbara Hendricks fordert mehr sozialen Wohnungsbau. (Archivbild) FOTO: dpa, ped fdt fgj
Berlin/Passau. Im vergangenen Jahr sind in Deutschland fast 25.000 neue Sozialwohnungen gebaut worden. Bundesbauministerin Barbara Hendricks fordert mehr Engagement der Länder.

Das geht aus einem Bericht des Bundesbauministeriums hervor, der der "Passauer Neuen Presse" vorliegt und am Mittwoch vom Bundeskabinett beraten wird. "Das entspricht einem Plus von knapp 10.000 Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr", heißt es in dem Bericht. Deutliche Steigerungen habe es vor allem in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen und Berlin gegeben.

Der Bund stellte den Ländern im vergangenen Jahr demnach eine Milliarde Euro für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung - nahezu doppelt so viel wie 2015. Manche Länder widmeten die Bundesmittel aber um, kritisieren Verbände. "Noch vor wenigen Jahren glaubten viele, Deutschland sei fertig gebaut. Das war falsch, denn der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen ist riesig", sagte Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) der Zeitung.

Hendricks hat die Länder zu mehr Engagement aufgefordert. Sie erwarte, "dass alle Länder sich an ihre Zusage halten und die Bundesmittel auch für den sozialen Wohnungsbau einsetzen", sagte die SPD-Politikerin. 

In den kommenden Jahren sei mit einem weiteren Anstieg zu rechnen, so die Politikerin. "Für die Zeit nach 2019 verbietet uns das Grundgesetz eine weitere Bundesförderung. Wir brauchen aber nicht weniger, sondern mehr Einsatz für den sozialen Wohnungsbau", so Hendricks. Sie forderte eine Grundgesetzänderung, die auch nach 2019 ein Engagement des Bundes ermöglicht.

(veke/kna)
 
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