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Einigung
Mehr Geld für Chemie-Beschäftigte in zwei Stufen

Bundesweite Tarifverhandlunge: Mehr Geld für Chemie-Beschäftigte
Die Erdölraffinerie Leuna FOTO: dpa
Lahnstein. Die Beschäftigten in der Chemieindustrie können sich über eine spürbare Lohnsteigerung freuen. Die Löhne für die rund 550.000 Angestellten steigen in zwei Jahren um insgesamt 5,3 Prozent, wie die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) am Donnerstag mitteilte.

Gewerkschaftschef Michael Vassiliadis erklärte, die Beschäftigten hätten damit "teil am Erfolg der chemischen Industrie".

Die Vereinbarung hat laut IG BCE eine Laufzeit von 24 Monaten und soll ab August regional gestaffelt in Kraft treten. Die Löhne steigen zunächst um 3,0 Prozent, nach 13 Monaten dann um weitere 2,3 Prozent. Betriebe in wirtschaftlichen Schwierigkeiten können die Lohnsteigerung um maximal zwei Monate verschieben.

Bei den Gesprächen sei auch eine Überarbeitung der Ausbildungsverträge in der Branche vereinbart worden, erklärte die Gewerkschaft. Für Azubis würden damit "die Standards quantitativ gehalten und qualitativ weiter ausgebaut". Die Branche reagiere damit auf sinkende Schulabgängerzahlen und den Trend zum Hochschulstudium. Um junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen, seien "zusätzliche Anstrengungen" und das Ziel einer unbefristeten Einstellung nach Ausbildungsende notwendig.

(dpa/afp/tak)
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