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Essen
Chefwechsel von langer Hand geplant - Evonik-Aktie legt zu

Essen. An der Börse kam die jüngste Nachricht zu Evonik gut an: Die Aktie stieg zeitweise um 1,3 Prozent auf 28 Euro. Das darf Christian Kullmann, Strategievorstand des Chemiekonzerns, als Vorschusslorbeeren werten. Kullmann soll, wie von unserer Redaktion berichtet, Klaus Engel als Evonik-Chef folgen. Die Anleger hoffen auf einen Schub für die lahmende M-Dax-Aktie.

Kullmann, der 1969 in Gelsenkirchen geboren wurde und gelernter Wirtschaftshistoriker ist, hatte zuvor bei der Dresdner Bank und der RAG gearbeitet. Als rechte Hand von Werner Müller, der Evonik geformt hat und nun den Aufsichtsrat führt, war Kullmann von Beginn an dabei. Lange leitete er die Kommunikation, seit 2014 ist er im Vorstand. In der Politik ist er bestens vernetzt. Nun soll er der Evonik, die Engel zum reinen Chemiekonzern umbaute, Zukunftsfelder erschließen und die lange angekündigte Übernahme liefern. Bei der Sitzung des Aufsichtsrats im Mai könnte Kullmann bereits zum Vize-Chef des Essener Konzerns gekürt werden, der mit 33.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 13 Milliarden Euro macht. Der Vertrag von Engel (59) läuft 2018 aus, gemeinsam wollen sie einen glatten Übergang organisieren.

(anh)
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