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Bank weist Mitschuld an Bilanzskandal zurück: Citigroup zahlt zwei Milliarden Dollar an Enron-Aktionäre

zuletzt aktualisiert: 10.06.2005 - 15:40

New York (rpo). Glück im Unglück für die früheren Aktionäre und Anleihenbesitzer des Enron-Konzerns: Die Citigroup will ihnen jetzt zwei Milliarden Dollar (1,63 Milliarden Euro) zahlen. Ein Schuldeingeständnis sei dies allerdings nicht, betonte die Bank.

Mit der am Freitag verkündeten Einigung vermeidet der US-Bankenriese einen Prozess um seine Rolle in dem Bilanzskandal um den Ende 2002 in Konkurs gegangenen Energiekonzern. Die Citigroup war als Bank und Beratunginstitut für Enron tätig, wo Manager die Zahlen manipuliert haben sollen, um die desaströse Finanzlage des Unternehmens zu verschleiern.

Mit der Einigung bekannte sich die Citigroup weder zu Schuld noch Unschuld in dem Skandal. Der Bankenkonzern teilte mit, er werde die Summe aus existierenden Reserven aufbringen. Es handelt sich um eine der höchsten Einigungen diese Art in der US-Geschichte. Die Summe ist allerdings niedriger als die 2,6 Milliarden Dollar, die die Citigroup im vergangenen Jahr den Aktionären des früheren Telefonriesen WorldCom zusagte. WorldCom bescherte den USA den bislang größten Konkurs ihrer Geschichte, Enron kommt direkt danach.

Bereits zwei andere US-Banken haben im Rahmen des Enron-Skandals ähnliche Vereinbarungen mit den Aktionären erzielngaben von Bürgeer weitaus niedrigere Summen. Lehman Brothers sagte die Zahlung von 222,5 Millionen Dollar zu, die Bank of America von 69 Millionen Dollar. Noch zahlreiche andere Banken sind mit Sammelklagen in der Enron-Affäre konfrontiert, darunter auch die Deutsche Bank.

Quelle: afp

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