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Behörden boten GdL-Chef Personenschutz
Weselsky hatte Angst um seine Frau

Fotos: Weselsky – Lokführer, CDU-Mitglied, Gewerkschafter
Fotos: Weselsky – Lokführer, CDU-Mitglied, Gewerkschafter FOTO: dpa, Frank Rumpenhorst
Hamburg. Auf dem Höhepunkt des Streits über die Bahnstreiks machte sich GdL-Chef Claus Weselsky ernsthafte Sorgen um die Sicherheit seiner Familie. Auch er selbst sah sich wegen der Medienberichte über ihn bedroht. Die Behörden hätten ihm Personenschutz angeboten. "Plötzlich war ich mit der Terrorismusabteilung verbunden", so Weselsky.

"Ich habe Angst um meine Frau gehabt", sagte der Vorsitzende der Eisenbahngewerkschaft am Freitag auf der Jahrestagung des Netzwerks Recherche in Hamburg. So habe er, nachdem Medien sein Haus gezeigt und seine Privatadresse veröffentlicht hatten, seine Frau für zwei Tage ins Hotel schicken müssen. "Am Ende des Tages ging es mir nur darum, dass meine Familie in Sicherheit war."

Die Behörden hätten ihm selbst zudem Personenschutz angeboten. Auch sei der Staatsschutz eingeschaltet gewesen. "Plötzlich war ich mit der Terrorismusabteilung verbunden. Da kriegen Sie schon das Gefühl, dass irgendetwas nicht mehr stimmt in diesem Land", sagte Weselsky.

Vorgegangen gegen die nach Angaben von Medien-Anwalt Christian Schertz rechtswidrige und persönlichkeitsverletzende Berichterstattung sei er jedoch nicht. "Wir haben weder die Kapazitäten dafür noch die Zeit."

Weselskys GdL und die Bahn hatten sich erst am Mittwoch nach einem ein Jahr dauernden Tarifkonflikt geeinigt. Der Schlichtung vorangegangen waren neun Streiks mit massiven Behinderungen für Bahnkunden.

Für manche Medien wurde Weselsky deshalb zum meistgehassten Gewerkschafter und auch wegen seiner Hartnäckigkeit "Betonkopf" oder der "Der Größen-Bahnsinnnige" genannt.

Sogar psychologische Probleme wurden im unterstellt. Weselsky betonte, das meiste davon habe er gar nicht gelesen. "Sie halten das nicht aus. Wenn Sie die Berichterstattung voll verfolgen, werden sie verrückt."

(dpa)
 
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